Kategorie Design

2015/16

Raum für die fünf Weltreligionen mit dem gemeinsamen Zentrum Natur

HTL Mödling

Team Raum für die fünf Weltreligionen mit dem gemeinsamen Zentrum Natur

Ein meditativ und umweltbewusst gestalteter Ausstellungs- und Begegnungsort vereint Interessierte an den Religionen der Welt.

Grüß Gott mal fünf. Werʼs glaubt, wird selig, Glauben heißt nix wissen, und so weiter. Die g’scheiten Sprüche zum Thema Religion sind zahlreich, und Konflikte zwischen Menschen unterschiedlicher Konfession können von heftigen Diskussionen bis zu ganzen Kriegen reichen. Fünf Weltreligionen gibt es, und der Verstand sagt uns, dass alle gleichermaßen zu respektieren sind, zumindest glauben daran die meisten weltoffenen Menschen. 

Dem Argument, die Weltreligionen seien einfach zu weit weg voneinander, möchten Patricia Mendes Fernandes, Nadja Palmberger und Christina Schwarz entgegentreten – mit einem Raum, der alle fünf vereint. Damit das Zusammenkommen auch ein ganz konkretes ist, haben sie eine Art Pavillon konzipiert, der selbst schon so viel Friedfertigkeit ausstrahlt, dass sich alle etwaigen Konflikte in der gesunden, schadstofffreien Luft sofort auflösen würden.  

In der Mitte steht ein Gingkobaum, Nadel- und Laubbaum zugleich, Symbol für das lange Leben und die neue Kraft. Um ihn verteilen sich strahlenförmig fünf Bereiche aus lichtdurchlässigem Naturholz mit LED-Leisten, die unter anderem die Symbole der einzelnen Weltreligionen zeigen: Kreuz, Halbmond, Rad der Lehre, Davidstern und Om-Zeichen. Der verbindende Trick: Von außen ist nicht zu erkennen, welche Religion in welchem Häuschen wohnt. Permanente und wechselnde Ausstellungen heben stets gemeinsame Themen hervor. Wasserrinnen, die vom zentralen Platz ausgehen, erinnern an die Bedeutung, die das lebensspendende Nass in jeder der Weltreligionen einnimmt. Hier soll es möglich sein, sich über die „fremden“ Seelenlehren zu informieren, aber auch einfach, besagte Seelen baumeln zu lassen und sich von der weltlichen Welt zu erholen. Vielleicht lernt man dabei ja jemand Nettes kennen. 

In Bezug auf die verwendeten Materialien ist dem Projektteam natürlich das Natürliche heilig. Als Ort für den Ort käme das Erholungsgebiet Wienerberg in Wien-Favoriten in Frage. Eine tatsächliche Umsetzung wäre nicht nur für die drei Schülerinnen der HTL Mödling ein Traum von Raum – in Zeiten der zunehmenden Polarisierung unserer Gesellschaft kann uns ein solcher Treffpunkt nur allen un-glaub-lich guttun.