Kategorie Sustainability

2015/16

HTL Elektro-Kart

HTL Braunau

Team HTL Elektro-Kart

Umweltfreundliche Rennkarts können nun auch mit angemessenem Preis-Leistungs-Verhältnis hergestellt werden.

Renn-tabel. Hier wird alles auf ein Kart gesetzt – auf ein E-Kart. E-Rennkarts sind am Markt bereits verfügbar und erfreuen sich wegen geringerer Lärm- und Feinstaubbelastung vor allem bei Zuschauer/innen immer größerer Beliebtheit. Allerdings fahren die Betreibenden auf elektronische Modelle nicht wirklich ab; besonders bei jenen für Outdoor-Strecken ist das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach noch ein abgekartetes Spiel. Drei Schüler der HTL Braunau beschlossen daher, ein elektrisch betriebenes Kart zu entwickeln, das dem herrschenden Bedarf gerecht wird, speziell was die Anschaffungskosten, das Gewicht der mitgeführten Akkus, den Energieverbrauch und die Kosten für Verschleißteile betrifft. E-klar. 

Die Herausforderungen des Projekts von Johannes Stockhammer, Tom Rettenwander und Philipp Huber bestanden in erster Linie darin, bei ihrem E-Kart eine hohe Effizienz des Antriebs und eine lange Akkulaufzeit zu erzielen, um mit herkömmlichen Fahrzeugen mithalten zu können, die von Verbrennungsmotoren angefeuert werden. In Sachen Wissensaneignung begab sich das Trio nicht nur ins Internet, sondern ließ sich auf der aCarTec in München sowie vom ehemaligen Rennfahrer und 13-fachen österreichischen Staatsmeister Harald Bartol sowie von Torsten Kostbade, Betreiber der Kartbahn in Ampfing, beraten. Die Hardware lässt sich nun mit relativ günstigen Bauteilen herstellen und in bestehende E-Fahrzeuge einsetzen. Die Aufteilung der Akkus in 24 Einzelzellen erlaubt eine optimale Gewichtsverteilung und Querbeschleunigung. Die hohe Antriebseffizienz wird einerseits durch ein eigenes System zu Energierückgewinnung, andererseits durch eine speziell abgestimmte Anti-Schlupf-Regelung erreicht. Diese sorgt dafür, dass die Räder beim Anfahren nicht durchdrehen und der Wagen nicht auf unnötige (K)Art und Weise Energie verliert. 

Es scheint, als hätte auch das Team in der Zusammenarbeit eine Anti-Schlupf-Regelung gehabt, denn trotz einiger Meinungsverschiedenheiten in  Sachen Zeitmanagement und Arbeitsmoral ist keiner der drei durchgedreht. Eine Innovation, die sicher dafür sorgt, dass im Rennsport die Karts neu gemischt werden.