Kategorie Science

2014/15

Tendon Tissue Engineering - Development of a Novel Tissue Bioreactor for Culturing Tendons

HTBLuVA Salzburg

Team Tendon Tissue Engineering

Sehnenverletzungen treten bei Menschen aufgrund von Verkehrs-, Arbeits- und Sportunfällen sehr häufig auf und sind aktuell schwer therapierbar.

Sehnensucht. Die sehn-siblen Bereiche unseres Körpers sind nämlich permanent mechanischen Kräften ausgesetzt, enthalten wenige Zellen und verheilen meist eher langsam und unvollständig. Heilungsprozesse optimieren und beschleunigen zu können wäre also sehn-sationell. Darum sehnte sich die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg einen Bioreaktor herbei, der es ermöglichen sollte, Sehnen in annähernd lebensechter Situation zu kultivieren. Am Markt gab es keinen, aber nicht verzagen, die HTBLuVA Salzburg fragen. 

In ihrem interdisziplinären Projekt vereinten sich die Abteilungen Biomedizin und Gesundheitstechnik, Maschinenbau und Elektronik zu einem Projektteam aus 15 Schülern, um den Bioreaktor zu entwickeln, zu bauen und neuartige Lösungsansätze zu erproben. Sechs Versuchsabläufe mit 1,3 cm langen Rattensehnen wurden schließlich parallel unter gleichen Bedingungen in einem Bioreaktor-Prototypen durchgeführt und mithilfe eines eigens installierten Kamerasystems gemessen.  

Welches Nährmedium gilt es in einem solchen Bioreaktor zu verwenden? Wie werden die Sehnen am besten naturgemäß gedehnt? Und vor allem: Wie werden sie im Reaktor möglichst schnell positioniert, ohne dass sie gleich beim Montieren beschädigt werden? Das Material der Klemmen, mit denen die Sehnen festgespannt werden, erwies sich als tückischste Herausforderung. Wie spannend darf es werden? So gerissen die Antworten auf diese Fragen waren, so gerissen ist auch die eine oder andere Sehne im Versuchsprozess. Glücklicherweise blieb das Team umso belastbarer. Das rattenscharfe Projekt dehnte nämlich nicht nur die Sehnen, sondern vor allem die Kommunikationsfähigkeit und das Verantwortungsbewusstsein für die einzelnen Aufgabenbereiche aus. Immerhin hatte Projektleiter Michael Bayrhammer das mit Abstand größte je an dieser Schule durchgeführte Maturaprojekt zu koordinieren.  

Letztendlich gelang es, ein System zu entwickeln, dass den Prozess der Einspannung wesentlich beschleunigte. Wie es jetzt weiter geht? Es bleibt spannend.