Kategorie Sustainability

2014/15

I CHARGE U

HTL Mössingerstraße

Team I CHARGE U

Wer mit offenen Ohren durch die Welt geht, muss sich schon sehr ins (Fahr)Zeug legen, um sie zu hören, diese leisen und emissionsfreien Elektroautos, die gegen den benzinbetriebenen Strom schwimmen und mit umweltfreundlichem Strom fahren.

Ich lade dich. Ihr Absatzvolumen steigt jährlich an, und E-Tankstellen schießen geradezu aus dem Boden. Allerdings sind diese „Ladezonen“ nur dafür ausgelegt, kostenlose Energie zu liefern, und auch ihre Technik ist bei weitem noch nicht so intelligent, wie sie sein könnte. Doch tankenswerterweise haben sich zwei Schüler der HTL Mössingerstraße in Klagenfurt dieser Problematik angenommen. 

In Zusammenarbeit mit der Firma Schrack haben Florian Lederer und Paul Stichaller eine Elektrotankstelle entwickelt, die sowohl Energie-Daten und Daten der Kundinnen und Kunden erfasst als auch die bezogene Energie verrechnet und weiterverarbeitet. Nach zwei Fachmessebesuchen, vielen Fragen, Recherchen, Tüfteleien, Feedbackrunden und insgesamt 825 Arbeitsstunden präsentieren die Entwickler I CHARGE U, die Elektrotankstelle mit Hirn.  

I CHARGE U authentifiziert Kund/innen mittels RFID-Karte oder Smartphone-App und gibt dadurch den Tankvorgang frei. Zahlungstransaktionen vor Ort fallen weg, weil die Kund/innen automatisch einfach am Monatsende eine Rechnung bekommen – eine Aufstellung der konsumierten Energiemenge inklusive. Den Kern des Systems bildet der Server (Tankstellen-Cloud), der die Verbindung zwischen den einzelnen Elektrotankstellen managt, Betriebszustände der Fahrzeuge protokolliert und die Energiedaten speichert und auswertet. Andere Features wie eine Benachrichtigung per SMS oder eine E-Car-Sharing-Administration behirnt „I CHARGE U“ ebenfalls.  

Wenn das keine chargante Gesamtlösung ist. So kommt es nicht von ungefähr, dass Florian Lederer und Paul Stichaller bereits mit einigen Sponsorinnen und Sponsoren im Gespräch sind, um diese intelligente Lösung einer Vielzahl von Energieversorgerinnen und Energieversorgern, Gemeinden, öffentlichen Einrichtungen etc. zugänglich zu machen. Mal schauen, wie viele sich von der Energie und Begeisterung der HTL-Schüler noch anstecken lassen.