Kategorie Engineering

2014/15

EnergyPad - Kompakte, universelle und transportable Stromversorgung für Geräte moderner Informationstechnologie

HTBLuVA Waidhofen/Ybbs

Team EnergyPad

Der Laptop – der Computer für den Schoß. In Österreich gibt es schon fast so viele Laptops wie Schöße, und da sind Kinder und Technikverweigererinnen und Technikverweigerer schon mitgerechnet.

Volle Ladung. Warum? Weil sie viel zu früh kaputtgehen und wir neue brauchen. Und „sie“, das sind die Akkus. Sie komplett leer werden zu lassen schadet ihnen. Zu viel Hitze und zu viel Kälte schaden ihnen. Sie sind ungeduldig und verabschieden sich immer viel zu schnell – man kann es ihnen kaum recht machen. 

Florian Atzenhofer, Christoph Berger, Christoph Langwieser, Tobias Ofenberger und Michael Zettel sind Menschen mit Energie. Diese Energie geben sie mittels ausgeklügelter Elektronik nun an diverse informationstechnologische Endgeräte und ihre Akkus weiter. Die mobile Stromversorgung EnergyPad verwendet als Standardenergiespeicher einen Lithium-Polymer-Akku, der seine Ladung aus den jeweils mit Laptop und Co. mitgelieferten Netzgeräten bezieht. Die Ausgangsspannung des EnergyPads kann dann bei Bedarf auf die Versorgungsspannung des Laptops eingestellt, das Gerät mehrere Stunden lang ohne Netz mit Strom versorgt werden. 

Apropos bei Bedarf. Es wird nämlich noch raffinierter. Die fünf Schüler der HTBLuVA Waidhofen/Ybbs haben zum Patent eine bedarfsorientierte Ladetechnik angemeldet. User/innen können also eingeben, wie lange sie ohne Strom unterwegs sein werden und dennoch ihren Rechner verwenden wollen. Entsprechend viel Energie wird dann hineingeladen: nicht mehr und nicht weniger. Das schont die Umwelt, vor allem aber den Akku, der dadurch länger hält und, nun ja, erst recht wieder die Umwelt schont. Das EnergyPad holt sich die Energie, wo immer es sie kriegen kann: Auch eine tragbare Brennstoffzelle oder ein ausklappbares Solarpanel kann das EnergyPad laden. So läuft der Laptop auch in Gebieten mit mangelnder Stromversorgung. Nicht einmal in der Antarktis bleibt der Schoß verschont: -60 °C, der Akku hält. 

Auch für die nächste Ausbauphase hat das Team noch Energie übrig. Wäre es nicht praktisch, die Energiemanagementsoftware mit einem Zeitplaner zu vernetzen? Man müsste nur noch sagen: „Übermorgen reise ich für drei Tage nach Hongkong“, und das EnergyPad rechnet sich alles aus und lädt los.