Kategorie Engineering

2014/15

Shock Mount

HTBLA Eisenstadt

Team ShockMount

Hollywood ruft! Vielleicht.

Good Vibrations. Um die kommerzielle Vermarktung ihres Shock Mount anzuleiern, haben Jakob Bachler, Martin Schmidl und Daniel Werner unter anderem mit einer Filmfirma in Übersee Gespräche geführt. Mal sehen. Noch sind die Erwartungen gedämpft. 

Nicht so gedämpft freilich wie die Vibration bei den unbemannten Flugaufnahmen, die Shock Mount ermöglicht. Der Hintergrund: Bildauflösung wird immer besser, der Trend geht zu 4K, das ist viermal so genau wie das bekannte Full-HD. Kleinste Erschütterungen an der Kameradrohne, die sich in der Vergangenheit im Bild kaum bemerkbar machen, stören dadurch auf einmal. Das gilt für Filmszenen ebenso wie für nicht ganz so actionreiche fotografische Vermessungsaufnahmen aus der Luft. Da ist es nicht vermessen, sich etwas überlegen zu wollen, das Abhilfe schafft: eben ein Dämpfungssystem. Der Name „Shock Mount“ verweist also in diesem Fall nicht auf einen Berg des Schreckens (das darf dann gerne ein Hollywoodfilm mit 4K-Bildauflösung tun), sondern heißt ungefähr so etwas wie „Erschütterungsabbau“. 

Dieser Aufbau ist dabei von erschütternder Leichtigkeit, um den Flug der Multicopterdrohne nicht zu beeinträchtigen. Er enthält eine sogenannte elektrorheologische Flüssigkeit, deren Zähigkeitsgrad elektrisch gesteuert werden kann, um dadurch Vibrationen unmittelbar auszugleichen. Diese werden von einem Beschleunigungssensor an der Unterseite des Copters erfasst, ihre Hauptfrequenzen ausgelesen und einzeln abgedämpft.  

Aktuell hat das Team ein System aus zwölf Einzeldämpfern vorgesehen, die nach unbefriedigenden Experimenten mit Silikon letztlich aus Latex gefertigt wurden. Tests mithilfe einer Partnerfirma ergaben schwingungsarme Bilder, was die Schüler umso mehr ins Schwingen brachte, besonders weil die Vibrations in ihrem Team nicht von Anfang ein so positives Ergebnis versprochen hatten. Selbst ein Experiment – Diplomanden aus unterschiedlichen Abteilungen, die einander nicht kannten, wurden für das Projekt zusammengebracht –, ging man an die Experimente zunächst mit einigen Kommunikationsschwierigkeiten heran. Doch die haben sich so gut aufgelöst wie eine 4K-Aufnahme, und der nächste Schritt führt gemeinsam nach Hollywood. Vielleicht.