Kategorie Sustainability

2014/15

LebensMittel

Team LebensMittel

Österreichs Haushalte entsorgen jährlich bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen oder originalverpackten Lebensmitteln, die durchaus noch genießbar wären – eine schwer verdauliche Zahl.

Das hält noch. Kein Wunder, dass in vielen Großstädten das Dumpster-Diving oder einfach Dumpstern hoch im Kurs liegt, jener Trend, sich in Supermarkt- oder Haushaltsmülltonnen an einwandfreien Lebensmitteln zu bedienen. Wie gehen wir eigentlich mit unseren Lebensmitteln um? Wie wertschätzen wir unsere Nahrung? Diese Fragen beschäftigten Fabian Kaspar, Juliana Melzer, Elena Seitaridis und Liliane Steiner seitenweise. 

Die vier Schülerinnen und Schüler haben als Diplomprojekt an der Wiener Graphischen ein Buch zum Thema Lebensmittelverschwendung gestaltet. Der Titel: „Das Essen liegt auf der Straße – Wertschätzung von Lebensmitteln“. Darin speisten sie Illustrationen, Inszenierungen, Reportagen, Grafiken zur Informationsaufbereitung und Porträts über Menschen ein, die durch Krankheit, Glaube oder Lebensweise einen etwas anderen Bezug zu Nahrung haben. Dem Team geht es dabei weniger darum, Gewissensbisse in den Betrachterinnen und Betrachtern hervorzurufen, sondern vielmehr darum, Fragen aufzuwerfen und zum Nachdenken anzuregen. Material für ihr Buch fanden sie in Literatur und Internet sowie im persönlichen Austausch mit den Lebens(mittel)künstler/innen. Ganz besonders leckte sich das Team die Lippen, als es im Magazin „Biorama“ einen Partner fand, der nicht nur beriet, sondern das Projekt auch nach außen kommunizierte.

 Niemals verschwendet waren in diesem Projekt Grundregeln für die Zusammenarbeit, Feedbackrunden mit den Projektbetreuerinnen und Projektbetreuer und eine Umfeldrisikoanalyse, um sich vorab mit eventuell auftretenden Problemen zu konfrontieren. Und wenn dann doch neue Herausforderungen auftauchten, wie etwa ein fehlender Studioplatz oder Abgabeverzögerungen, überwand man das in den Weg gestellte Hindernis. Mülliarden werden die vier mit ihrem Buch vielleicht nicht verdienen, aber denjenigen, die es einmal gesehen haben, wird es bestimmt lange Zeit im fotografischen Gedächtnis bleiben. Ablaufdatum: keines.