Kategorie young entrepreneurs

2014/15

Happy Herbs - JUNIOR Company

LFS Hollabrunn

Team Happy Herbs - JUNIOR Company

Blubber-Bombe gefällig? Oder vielleicht ein Entspannungskeks?

Das Kraut, das sich was traut. Happy Herbs bringt das Glück nach Hollabrunn, und zwar in Form von Wildkräutern aller Art, verarbeitet zu Produkten, die sehr unterschiedlich und vor allem vermarktbar sind. Zwölf Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse Betriebs- und Haushaltsmanagement an der ortsansässigen Landesfachschule haben dem lang anhaltenden Wildkräutermangel in der Region ein Ende gesetzt. Und wie! Wildkräutersalz, Wildkräuterblütenzucker, Wildkräuteröl, Wildkräutersenf und Wildkräuterknoblauchpaste sind zum Essen, Blütensalz, Räucherwildkräuter und Duftsteine dienen eher als Badezusatz für die Hollabrunnerinnen und Hollabrunner. Holla, die Waldfee!  

Um ihre in der Schule gewonnenen Kräuterkenntnisse anzuwenden und zu Barem zu machen, gründeten die zwölf eine Junior-Company unter der Geschäftsführung der Projektkoordinatorin Eva Seifried. Zunächst wandten sie Methoden der Marktforschung an, um einen besonderen Bedarf der Einheimischen an Wildkräuterprodukten zu erfassen. Seit Dezember 2014 überwuchern sie den Raum um die Schule erfolgreich mit den naturbelassenen Waren aus den ohnedies leicht in der Gegend pflückbaren Kräutern. Das erfordert Arbeit und Geschick, nicht nur im Verkaufsgespräch, sondern auch im Umgang mit der auflagentechnisch wilden Pharmaindustrie: Da sie eine Lebensmittelzulassung, aber keine Kosmetikzulassung haben, deklarierten die Happy Herbs ihre – rein aus Lebensmitteln bestehenden – Wellnessprodukte einfach als nicht sonderlich wohlschmeckende Nahrung, die irrtümlich auch mal in die Badewanne fallen könnte. 

Zur besseren Verbreitung der Happy Herbs wurde der Verkauf teilweise out- oder besser: krautgesourct. Mit zwei weiteren Juniorfirmen gab es ein Joint Venture, und auch der Regionenshop, die Bezirksbauernkammer und die eine oder andere Apotheke in Hollabrunn betätigten sich mit Begeisterung als Händler/innen oder boten Standplätze an. Vereinzelte herbe (!) Rückschläge aufgrund zu teuer geratener Produkte konnten aufgrund der längst erfüllten Gewinnerwartung locker weggesteckt werden. Jetzt auch noch im Jugend-Innovativ-Bundesfinale – das muss gefeiert werden: Entspannungskeks einwerfen und Blubber-Bombe zünden!