Kategorie young entrepreneurs

2014/15

Nature Rocks

Österr. Schule Shkodra (Albanien)

Team Nature Rocks

Wenn das Aufregendste im Leben der Schülerinnen und Schüler die Schule ist, dann stimmt doch etwas nicht.

Ferien auf Albanisch. In Albanien gibt es jedoch kaum eine Infrastruktur zum Zelebrieren von Ferien, das haben Arjeta Fishta, Ambra Gavoci, Erisa Sala, Sindi Shala und Loren Ujkashi am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sie besuchen die dem österreichischen System unterstellte HTL Peter Mahringer in Shkoder und wissen: Wenn die Ferien kommen, stehen exzessives Couch-Potato-tum und Handyspielorgien an.  

Statt sich also amerikanische Teenie-Komödien über Feriencamp-Romanzen reinzuziehen, beschlossen die fünf Schülerinnen, in die Natur rauszuziehen und ihre eigenen, greifbaren Feriencamps zu organisieren: „Nature rocks!“, lautet die Devise auf der Wiese. Umfragen in ihrem Umfeld ergaben, dass 161 von 188 Schülerinnen und Schülern an einem Camp teilnehmen würden und dass Nordalbaniens unberührte Natur der perfekte Ort dafür wäre. Und so findet diesen Sommer das erste Tête-à-Tête in Theth nahe der montenegrinischen Grenze statt. Hier gibt es einen Nationalpark, und es lassen sich Aktivitäten wie Zipwire, Kanufahren, Wandern und Überlebenstraining für die Bewegungsfreudigen und für die, die eher schwerfälliger von der Couch aufstehen, Henna-Tätowieren oder Sprachkurse unternehmen. Einige Kids übernachten in bestehenden Gästehäusern, deren Betreiberinnen und Betreiber auch kochen. Wenn alle Betten voll sind, wird für die anderen ein Zeltlager aufgebaut. 

Die Juniorinnen-Company wird als Non-Profit-Organisation, also als gemeinnütziger Verein geführt. Die fünf Mitarbeiterinnen profitieren als Angestellte mit klaren Aufgaben (Marketing, Finanz, Management etc.) und investieren wirtschaftlich klug den Campbeitrag von 60 Euro pro Teilnehmerin bzw. Teilnehmer. Auch die rockende Natur profitiert, denn ihre Unversehrtheit ist den fünf Reiseleiterinnen ein großes Anliegen, das sie auch ihren Schützlingen während des Öko-Camps zu vermitteln versuchen. Den größten Profit macht aber natürlich die Jugend Albaniens, die Gelegenheit bekommt, eigene Feriencamp-Romanzen zu schreiben. Das geht natürlich nicht ohne Lagerfeuer. Und tatsächlich: Jeden Abend entflammen die Holzscheite, aber auch der Tanz und die Geschichten, die erzählt werden.