Kategorie Design

2013/14

Souvenir kriegst du hier – schnapp’s dir!

Fachschule für Kunsthandwerk und Design „Schnitzschule Elbigenalp“

Team Souvenir

Manchmal lohnt es sich, die Zeitung zu lesen. Zumindest für drei Schülerinnen der Schnitzschule Elbigenalp in Tirol war der Aufruf des Lokalblatts nach „Souvenirs aus dem Lechtal“ ein wahrer Quell der Inspiration.

Wir können Kunsthandwerk, wir sind die Richtigen dafür, entfuhr es Sarah Ganahl, Maria Lehmann und Daniela Stojadinovic. Dann, in einer ersten Lech-erche, prüften sie, was es denn schon an attraktiven Erinnerungsstücken aus ihrer – an Tourist/innen nicht armen – Heimat gibt. Ergebnis: äh, keine.

Dabei hat das Lechtal doch so viel zu bieten: Flüsse, Vögel, Schifahrmöglichkeiten und ein groteskes Fabelwesen, den Blutschink („Blutfuß“), ein lokales Maskottchen, nach dem sich auch eine landesweit bekannte Mundartband benannt hat. Das Team einigte sich darauf, jugendlich-zeitgemäße Gegenstände aus umweltfreundlichen Materialien gestalten zu wollen. Ein Brainstorming brachte einen Schwall an Ideen von der Schnapsflasche bis zum Wandertagebuch.

Vorerst wurden zwei der Konzepte weiter verfeinert und ausgearbeitet. Ein Schlüsselanhänger, günstig und einfach aus Hartholz angefertigt, zeigt den dämonischen Wassergeist Blutschink mit seinem dickem Bauch, den er, gesättigt vom vielen Blut, mit seinen riesigen Händen streichelt, während er lechzend (wie auch sonst?) die Zunge raushängen lässt. Blutrünstig, aber niedlich: Dieses Souvenir kriegst du wirklich nur hier – schnapp’s dir! (So der Projekttitel.)

Und: Das „Lechtaler Damemory“ ist eine Mischung aus Dame- und Memoryspiel; die Figuren sind aus Holz, die Karten zeigen die schönsten Fotos von Reutte bis Lech am Arlberg. Testspielrunden erwiesen sich als sensationeller Erfolg für die Memory-Damen – die sich übrigens vorstellen können, zum Andenken gleich das Anzudenkende mitzuliefern: in Form eines Riesenmemorys zum Aufstellen in der Lechtaler Landschaft. Und „Memory“ heißt ja auch nichts anderes als Erinnerung! Preiswert soll es übrigens auch sein: Für weniger als 30 Euro sollen Besucher/innen sich noch lange an ihren Urlaub erinnern können und, die Band Bluatschink zitierend, seufzen: „Zum Niederkniala schea!“