Kategorie Engineering

2013/14

Ribot – Reassembling the Idea of Transport

HTL 3 Rennweg

Team Ribot

Dieses Team traut sich eine große Ansage: „Reassembling the Idea of Transport“ heißt ihr Projekt, oder kurz „Ribot“.

Last-Action-Heroes. Mit einem eigenen Facebook-Auftritt und einem professionell animierten Video demonstrieren Georg Feiler, Florian Kleissner und Stefan Koller ihr Selbstvertrauen – oder zumindest ihr Vertrauen in die eigene revolutionäre Idee. Gleich den ganzen Gedanken des Gütertransports wollen sie neu zusammenbauen! Dabei nehmen sie sich ein Beispiel an kleinen Wesen, die Großes leisten: Ameisen.

Nicht nur kann eine von ihnen ein Vielfaches ihres Eigengewichts schleppen; wenn es doch nicht ganz alleine geht, kommen eben so viele Ameisen zusammen wie nötig, um einen Brocken von A nach B zu bringen. Wie gut trainierte Synchronschwimmerinnen und Synchronschwimmer vollführen sie dann gleichzeitig die gleichen Bewegungen und Kurven. Dieses sogenannte Schwarmprinzip übertragen die drei Schüler der Wiener HTL Rennweg nun in die Transporttechnik. Kleine fahrende Roboter übernehmen in Lagerhallen oder sonstigen ebenen Räumen den Transport schwerer, großer und/oder unförmiger Lasten. Nach Belieben lassen sich die einzelnen Teile zusammensetzen und dann als Gruppe gemeinsam über Funk ansteuern – im Gegensatz zum Stand der Technik eben erstmals per Menschenhand. Die Auflageplatten sind drehbar gelagert, damit der Schwarm auch problemlos um die Kurve kommt.

Bei so viel Flexibilität lässt sich schon ins Schwärmen geraten: Die Rückmeldung von Unternehmen, die viel mit logistischen Aufgaben zu tun haben, fiel überwiegend positiv aus. Apropos überwiegend: 20 kg Tragelast wird einem der Robotergefährte zugetraut. Auf der Geldbörse der Anwenderfirmen soll das System übrigens auch nicht mehr lasten als gewöhnliche Hub- oder Gabelstapler. Das Grundgerüst besteht aus L- und U-förmigen Aluminiumrohprofilen auf sechs Rädern, die alle einfach fertig- und bedienbar sind, und die Steuereinheit hat fünf Module. Innerhalb des Projekttrios entschied man sich ganz ameisenmäßig auf eine Staatshierarchie, hier mit Leiter, Stellvertreter und Projektmitarbeiter. Meinungsverschiedenheiten arteten trotzdem (oder deshalb?) nie in Konflikte aus. Und auch das entspricht sehr der Ameisenweise.nhalt ...