Kategorie Engineering

2013/14

RoadLED

HTL Braunau

Team RoadLED

Out of the dark

Wir kennen das: nachts auf der Autobahn. Hier ein blendender Gegenverkehr, dort eine Kurve, Fernlicht ein- und wieder ausgeschaltet, und alle sind sie nur kurz aufblitzende Lichter in einem finsteren Chaos, indem wir uns eigentlich nicht auskennen.

Und uns fragen, wieso wir eigentlich trotzdem über 100 km/h fahren. Denn es passieren ja in genau diesen Situationen auch genügend Unfälle.

Zu viele in den Augen des Landes Oberösterreich. Das hatte daher auch ein Projekt zu vergeben: Es werde ein optisches Verkehrsleitsystem entwickelt, das sich in die bestehende Infrastruktur gut einfügt, nicht übermäßig viel Strom verbraucht und Sicherheit bietet, indem es zeitgerecht auf Tücken in der Linienführung hinweist! Ein eingespieltes Duo schlug zu: Jakob Feldbauer und Maximilian Gruber wohnen seit vier Jahren im selben Internat und besuchen zusammen die HTL Braunau. Sie nahmen es auf sich, Licht in das finstere Kapitel oberösterreichischer Straßen zu bringen.

Und zwar so: LED-Module, die aussehen wie Reflektoren, sind an den Leitplanken platziert. Zeitlich aufeinander abgestimmt schaltet ein Mikrocontroller in jedem Modul die LED und ein durchlaufendes Signal. Daraus ergibt sich ein Lauffeuer, das je nach Straßenverlauf so konfiguriert werden kann, dass Fahrer/innen sich zurechtfinden. Aufgrund ausführlicher Recherchen konnten die energieeffizientesten Materialien gefunden werden: Photovoltaikmodule sorgen für Energie, und das Licht schaltet sich nur ein, wenn es ein herankommendes Fahrzeug erkennt, in Fahrtrichtung (rotes Licht) wie in Gegenfahrtrichtung (weißes Licht).

Für die Kommunikation zwischen den einzelnen Modulen wurden zwei unterschiedliche Systeme erarbeitet: eines mit Verkabelung, das billiger ist, und eines auf Funkbasis, dessen Installation weniger Aufwand verursacht. Beide arbeiten nach dem Master-Slave-Prinzip. Das Mastermodul erkennt das Auto und gibt dem nächstliegenden Slavemodul den Befehl zu leuchten. Feldbauer und Gruber arbeiten zwar nicht nach dem Master-Slave-, sondern nach dem Gleichberechtigungsprinzip. Leuchten werden sie mit diesem Projekt aber allemal.