Kategorie Engineering

2013/14

Multi Robotic Indoor System

HTBLuVA Villach

Team Multirobot

In der gemeinsamen Projektarbeit ist es wichtig, dass jede und jeder für sich alleine arbeiten kann, aber auch jederzeit für die anderen da ist. Eine kluge Arbeitsaufteilung ist die halbe Miete; und Informationen der anderen sollten gut aufgenommen werden können. 

Im Teamwork. Nichts geht über Vernetzung und Wissensaustausch und funktionierende, ja, fast wortlose Kommunikation. Eh klar. Und was, wenn das Projekt in der Erkundung und Vermessung eines Gebäudes besteht, vielleicht sogar eines chemisch verseuchten und gefährlichen Gebäudes? Dann gilt das alles genauso! Nur, dass die Projektteilnehmenden Roboter sind und die Kommunikation nach dem Prinzip von Günther Cwioro und Peter Kohout abläuft.

Die beiden Schüler der HTBLuVA Villach machten ein Praktikum an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und wurden dort dazu angeregt, ihre Diplomarbeit auf dem Gebiet der Robotik zu absolvieren. Ihr Ziel war ein „Multi Robotic Indoor System“, wonach mehrere Roboter in der Lage sind, mit Kameras ausgestattet unbekannte Innenräume zu kartografieren. Dazu schrieben sie ein Netzwerkprotokoll, das nicht von vorhandener Infrastruktur abhängig ist und den Robotern erlaubt, miteinander über ein – von ihnen selbst „ausgestrahltes“ – WLAN zu kommunizieren. Ein leistungsfähiger Linux-Kleinrechner versorgt die einzelnen Vermesser mit Intelligenz, sodass sie – jeder für sich – Karten anfertigen und diese untereinander abgleichen können. Ein Feature namens „CooperativeRelaying“ sorgt dafür, dass auf direktem Weg verlorene Daten doch noch auftauchen.

Und wieder ist es wie in der Projektarbeit: Es gilt, einander zu helfen, wo Roboter kann. Wenn sich im Gebäude etwas ändert (zum Beispiel sich eine Tür schließt), erfährt das sofort das ganze Team. Wenn einer ausfällt, springen die anderen ein. Sie arbeiten ebenso unabhängig wie gemeinsam. Obwohl verschiedene Raumteile aus unterschiedlichen Winkeln aufgezeichnet worden sind, fügen sie sie mit vereinten Kräften zu einer gemeinsamen Karte zusammen.

Kohout und Cwioro haben sich überlegt, ihre Helferlein in Zukunft mit Wärmebildkameras auszustatten und etwa auf die Suche nach Verschütteten zu schicken. Mit ihrem Projekt haben sie sich an der Alpen-Adria-Universität schon mal beliebt gemacht, mit einem Video darüber gar einen Preis gewonnen. Das zumindest hätten die Roboter alleine wohl nicht geschafft.