Kategorie young entrepreneurs

2013/14

Marianne Graf Schule

Österreichischen Schule in Shkodra/Albanien

Team Graf Schule

Nicht nur in Albanien bleiben Ausbildung und Förderung körperlich behinderter Menschen oft unvollständig, was sich nachteilig auf ihre Entwicklung und Lebensqualität auswirkt.

Albaner-Power. Da Paula Gjergji, Xheronina Rrotani und Rina Çekaj aber ebenso in Albanien leben wie ihre jeweiligen Angehörigen mit Beeinträchtigung, war das Thema für die Schülerinnen der Österreichischen Schule in erster Linie ein albanisches. Sie beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen.

Die drei jungen Unternehmerinnen entwarfen nach dem Motto „Weil jeder Mensch wertvoll ist“ einen Businessplan für eine Schule in Shkodra, die körperlich behinderten Schülerinnen und Schülern zwischen 15 und 25 Jahren die Chance bieten soll, für einen Betrag von 50 Euro im Monat eine Ausbildung zu genießen. Berufe wie Gestalterin bzw. Gestalter für visuelles Marketing, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Medien und Informationsdienste, Buchhändlerin bzw. Buchhändler und Informations- und Telekommunikationssystem-Kauffrau oder -mann sollen erlernt werden. Das Team benannte die Schule nach Marianne Graf, die nicht nur in Österreich, sondern auch in ganz Nordalbanien für ihr soziales Engagement bekannt ist. Mehr als gern übernahm Frau Graf die Schirmherrschaft und bot dem Projektteam auch Unterstützung bei der Umsetzung seines Vorhabens an.

Aber auch ein soziales Projekt wie dieses braucht einen Businessplan. Als Geschäftsmodell wählten die engagierten Schülerinnen eine GmbH. Die „Marianne Graf Schule“ soll in Zukunft von Eigenkapital, Sponsorengeldern und Spenden finanziert werden und als soziale Geschäftsidee für alle zwar einen monatlichen Lohn, jedoch keinen Gewinn abwerfen. Gjergji, Rrotani und Çekaj fanden großen Spaß an ihren Plänen, haben bereits einen Ort für die Schule festgelegt und Website, Folder, Flyer und Werbegeschenke im Original-Marianne-Graf-Schule-Stil gestaltet.

„Bei so einer guten Idee muss auch weiter gedacht werden“, sagt Marianne Graf. Und die drei Mädchen denken weiter: Nach einem Jahr soll ihr Projekt als seriöse Schule in Shkodra bekannt sein. Nach drei Jahren soll das Vertrauen der Regierung in eine finanzielle Unterstützung von 10.000 Euro münden und die Ausbildungsmöglichkeiten erweitern. Nach fünf Jahren soll dann die Schulgebühr weiter reduziert werden. Was nicht reduziert wird, ist ihre Leidenschaft.