Kategorie Design

2016/17

P-WO 540 – Pentagonal Working Optimizer

HTBLuVA Salzburg

Team P-WO 540

Bequeme Büromodule im öffentlichen Raum ermöglichen konzentriertes Arbeiten auch auf Reisen.

Büro to go. Die meisten von uns wollen so schnell wie möglich raus aus dem Büro. Ein vierköpfiges Projektteam an der HTBLuVA Salzburg hat nun einen Arbeitsraum entworfen, in den alle unbedingt hineinwollen. Dort ist alles so ein- und ausgerichtet, dass konzentriertes Arbeiten möglich ist und den die Büroninnen und Bürone am liebsten nie rauswollen. Na ja, wenn die Arbeit fertig ist. Und wo soll dieses Wunderbüro stehen? Am besten auf der ganzen Welt. 

Selbstständigkeit, Kreativität, Ich-AGs: Je mehr kreative und administrative Arbeit mithilfe eines Internetzugangs erledigt werden kann, desto unzeitgemäßer wird der feste Arbeitsplatz mit Kaffeekassa, Stechkarte und mürrisch auf die Uhr schauender Führungskraft. Wer beruflich viel reist, unterwegs aber arbeiten muss, verschwendet oft viel Freizeit für das Finden, Einrichten und Akklimatisieren am richtigen Arbeitsplatz, der womöglich die unbequeme Sitzposition im Hotelbett ist. Hotels mit automatischen Bezahlsystemen gibt es ja schon, auch Sharing-Autos und -Bikes lassen sich ganz einfach mit Smartphones reservieren, öffnen und bedienen. Und jetzt: Automatische Schiebetür auf für P-WO 540, den Arbeitsplatz im Park oder auf dem Flughafen, entworfen von Laura Mudra, Gabriela Pranjić, Lukas Sommerauer und Laurence Wallien. 

Der elegant fünfseitig und -eckig designte ... na ja, Kubus kann man nicht mehr sagen – steht je nach Ebenheit seiner Grundfläche auf Stelzen und ist innen mit wenigen Klicks über ein Controlboard auf die von den Arbeitenden gewünschte Situation einzurichten. Die „Bedürfniskapsel“ ist aus nachhaltigen Materialien gebaut, wird hauptsächlich von der Sonne mit Energie versorgt und ist auch für Menschen im Rollstuhl oder Reisende mit Rollkoffern zugänglich. Eine Online-Karte zeigt an, wo das nächste Pentagon frei ist. Auch an ein simples Belüftungssystem und WLAN wurde natürlich gedacht. Das Projektteam stellt sich vor, Personal für Aufbau und Wartung des öffentlichen Büros zur Verfügung zu stellen und doch die Kosten für die Nutzenden so gering wie möglich zu halten. Schließlich gibt es eine Reihe von Erweiterungsmodulen, die Platz für mehrere Arbeitsplätze bieten. Denn was ist die Welt, wenn nicht ein großer Coworking-Space?