Kategorie Engineering

2016/17

Modulares Palettensystem für den innerbetrieblichen Transport

HTL Jenbach

Team Modulares Palettensystem

Zwei Konzepte für Palettensysteme aus Stahl bzw. Aluminium sollen in einem Tiroler Betrieb Verpackungsmaterial und Zeit sparen.

Alles Palette. Von Kaltenbach nach Uderns sind es mit dem Auto nur fünf Minuten, aber diese fünf Minuten können bis zu zwei Stunden Verpackungszeit erfordern. Denn zwischen den beiden Fertigungswerken der Firma EMPL muss viel Material hin und her transportiert werden. Bisher bedeutete das mühsames Zuschneiden von Kartonagen, Eintüten von Kleinteilen in Luftpolsterfolie, Sichern und Verkleben. Das entstandene Verpackungsmaterial musste nach einmaliger Verwendung teuer entsorgt werden.  

Von Jenbach nach Uderns sind es 15 Minuten mit dem Auto. Dieser Weg jedoch wird dem Unternehmen in Zukunft sehr viel Zeit und Geld sparen. Es ist der Weg, den zwei Diplomanden der HTL Jenbach brauchen, um ihre ausgeklügelten modularen Palettensysteme anzuliefern. Philipp Hetzenauer und Thomas Lederer wurden von EMPL mit je einem Konzept beauftragt. Die verschiedenen zusammensteckbaren Palettenteile sind so aufgebaut, dass es unterschiedliche Stapelmöglichkeiten sowohl in der Höhe als auch in der Breite bietet. Die Teile können mit herkömmlichen Staplern und Hubwagen oder mit Kränen bewegt werden. Innerhalb der Produktionshallen rollen sie glatt vor sich hin. Integrierte Teilfächer und Gummirutschmatten engen den Bewegungsspielraum der Teile beim Transport automatisch ein, so geht weniger kaputt. 

Das Konzept von Thomas Lederer besteht aus geschweißten Stahlprofilen und Blechbiegeteilen und zielt auf einen möglichst geringen Eigenfertigungsanteil ab, das heißt, dass die Firma möglichst wenig selbst machen muss. Die Seitenwände bestehen aus genormten Stahlbordwandprofilen, die als Meterware erhältlich sind. Philipp Hetzenauer ging davon aus, dass die Auftraggeberin weniger einkaufen und mehr selbst fertigen wollte. Mit Steckverbindungen sollen alle Teile unkompliziert ineinandergefügt werden können. Nach seinem Konzept werden also zunächst Alubleche gelasert, gekauft und zusammengeschweißt. 

Zusammengeschweißt hat die beiden Transporthelfer auch dieses Projekt. Schweißgebadet dürfen sie nun Wetten abschließen, für welches Baukastensystem sich die Firma EMPL letztlich entscheidet?