Kategorie Science

2016/17

Sigma – Computer lernen Lernen

HTL Wels

Team Sigma

Mit einem Baukasten für künstliche Intelligenz werden Computer auf Anwendungsfälle menschlicher Intuition vorbereitet.

Jugend Intuitiv. Künstliche Intelligenz, das lässt uns sofort an Roboter, Siri und Sci-Fi-Filme wie „Ex Machina“ denken. Die KI oder AI (Artificial Intelligence) findet durch immer günstigere und leistungsfähigere Computer in vorher undenkbaren Bereichen Einsatz. Aktuelle Entwicklungen im „Machine Learning“ führen zu bahnbrechenden Technologien: von Kommandos erhörenden Smartphones über selbstfahrende Autos bis zur Erkennung und Heilung von bisher unheilbaren Krankheiten.

Mit dem Projekt „Sigma – Computer lernen Lernen" haben es sich Florian Cäsar und Michael Plainer von der HTL Wels zum Ziel gesetzt, den Umgang mit künstlicher Intelligenz weiterzuverbreiten und allen zugänglich zu machen. Sigma ist eine Art intuitiver Baukasten, der fast alle Anwendungsfälle, für die es sonst menschliche Intuition braucht, optimiert und weitestgehend automatisiert – komplett frei und kostenlos, für jeden Zweck verfügbar.  

Von Schülerinnen und Schülern ohne jegliche Vorkenntnisse bis hin zu professionellem Fachpersonal, mit Sigma ist es allen möglich, innovative Ideen zu realisieren, dabei unmittelbar mit anderen zusammenzuarbeiten und Computern das Lernen beizubringen. Denn so ein gescheiter Computer kann schon gescheit nützlich sein. So ist Sigma bereits heute ein Projekt von morgen: Menschen, die sonst nicht darüber nachdenken würden, bereitet es auf eine künstlich intelligente Zukunft vor. Sie lernen, wie die Computer Lernen lernen. Wenn die klugen Kästen immer verständiger werden, kann auch bei den natürlichen Intelligenzen ein Grundverständnis darüber nicht schaden, wie unsere Zukunft funktioniert. 

1.500 Personen- und unzählige Computerstunden wandten Cäsar und Plainer für ihr sigmatisiertes Projekt auf. Aufgrund ausführlicher Vorbereitung und dem Wissensaustausch mit Expertinnen und Experten konnte das Projekt bereits weitestgehend realisiert werden. Tools zum Erstellen neuer Bausteine sind fertig, und Sigma könnte mit Unterstützung der TU München im akademischen Feld, aber auch sogar in kommerziellen Softwareprojekten zum Einsatz kommen. Hey Siri, was sagst du dazu?