Kategorie Science

2016/17

PaenkoDB

HTL Ottakring

Team PaenkoDB

Unstrukturierten und semistrukturierten Daten sagt eine ausfallsichere Datenbank den Kampf an.

Ordentlich innovativ. Die Frage danach, wo man jetzt was am besten aufbewahrt, stellt sich nicht nur beim Aufräumen des eigenen Zimmers, sondern auch bei den Daten in Cloud und Co. Denn Daten gibt es zu allem. Sie vermehren sich geradezu explosionsartig und müssen nicht nur übermittelt, sondern auch gespeichert und ausgewertet werden. Allerdings sind diese Daten eben oft unstrukturiert. Schätzungen zufolge fielen 2015 mehrere Zettabytes (ein Zettabyte sind eine Trillion Gigabyte!) an semistrukturierten Daten an: durch Social Media, mobile Gerätschaften, das weltweite Web, das „Internet der Dinge“, Business-to-Business-Transaktionen und so weiter, die Aufzählung könnte hier wie auch die Daten ins Unendliche gehen. 

Wie kann der Verlust der Daten verhindert werden? Und was kann sie ausfallsicher verfügbar machen? Diesen Fragen gingen Florian Hank und Kevin Per von der HTL Ottakring voller Datendrang nach und entwickelten „PaenkoDB“, eine weltweit vernetzbare, ausfallsichere NOSQL-Datenbank, die beliebig viele und beliebig strukturierte Daten abspeichern kann. Dabei bedienten sie sich der Programmiersprache „Rust“ von Andrew Hobden aus dem Jahr 2015 sowie des sogenannten Raft-Algorithmus, der 2013 von Diego Ongaro und John Ousterhout entwickelt wurde. 

Die Raft-voll Rust-ige Idee wurde von den beiden Netzwerkern weitergedacht. Sie implementierten zum Beispiel Datenbank-Transaktionen oder ermöglichten die Gruppierung von Daten. In weiterer Folge erstellten sie ein Webinterface zur Konfiguration der Datenbank sowie eine Applikation zur einfachen Verwaltung von PaenkoDB für Benutzerinnen und Benutzer, die ohne große Expertise ins Netz gehen. Das Projekt wurde bereits bei Netidee Austria eingereicht und wird von dieser Organisation nun finanziell gefördert. 

Nicht nur im Net-, auch im Teamwork galt es Ordnung zu schaffen, denn Aufgabenverteilung, Projektmanagement oder „School-Life-Balance“ verhielten sich anfangs etwas semi-strukturiert. Doch sobald klar war, wer worin gut ist, wie große Ziele in kleine Schritte zerlegt werden können und wie wichtig ein Backlog für das Projekt ist, verlief die Zusammenarbeit durch die (Daten-)Bank ausgezeichnet.