Kategorie young entrepreneurs

2016/17

AdQuest

HTL Perg

Team AdQuest

Spannende Suchabenteuer, die nebenbei einen viralen Werbeeffekt haben, sollen Unternehmen eine Alternative zu teuren Fernseh- oder Internetspots bieten.

Werboten gut. Gibt’s da was gratis? Kaum etwas hat einen besseren Werbeeffekt als diese hoffnungsvolle Frage. Die Aussicht, etwas geschenkt zu bekommen, lässt Menschen meilenweit gehen und die härtesten Abenteuer überstehen – sogenannte Quests. Wenn die Quests mehr oder weniger indirekt auch für das gequestete Produkt und seine Herstellerfirma werben, sind sie AdQuests. Zumindest nach der Geschäftsidee von Tobias Friedinger, Sebastian Hatmanstorfer, Lukas Hinterreiter, Michael Leonhartsberger und Harald Mayrhofer. 

An der HTL Perg entwickelten die fünf angehenden Unternehmer ein System mit Webseite, App, Admin-Interface und allem Drum und Dran, das Firmen mithilfe von kleinen Schnitzeljagden in kürzester Zeit größere Bekanntheit verschaffen soll. Unternehmen können auf der AdQuest-Webseite ihre Quests – quasi Suchabenteuer mit Gewinnspielfaktor – anlegen und geben die Koordinaten der sogenannten AdCaches ein, also wo das jeweilige Gratisprodukt zu finden ist. Interessierte, die sich auf die Suche machen wollen, müssen die Quest auf Facebook teilen, wodurch sich der virtuelle Goldrausch flugs verbreitet. 

Sobald eine bestimmte Teilnehmendenanzahl erreicht ist, startet die Suche. Auf Wunsch schicken die jungen Entrepreneurs von AdQuest auch eine Drohne los, die ein Werbevideo erstellt, sobald sich die Ersten dem begehrten Objekt nähern. Fündige heben dann zwar keinen Schatz aus, sondern scannen ganz unromantisch einen QR-Code. Dafür bekommen sie ihren Gewinn automatisch von der werbetreibenden Firma zugesandt – die sich zu diesem Zeitpunkt bereits einer gesteigerten Anzahl an Likes und Interessierten erfreut. 

Der Businessplan hat eine zentrale Stärke: Auf kaum einem anderen Weg kann Werbung so kostengünstig erfolgen und trotzdem sogar den Umworbenen Spaß machen. Die Herausforderungen für das Projektteam lagen vor allem in der Programmierung. In ihrer persönlichen Quest sind sie dem Ziel schon ziemlich nahegekommen. Wer über dem Bundes-Finale von Jugend Innovativ ein paar Drohnen kreisen sieht, weiß, woran’s liegt.