Kategorie young entrepreneurs

2016/17

Spendenportal - spenden verbindet

HTL 3 Rennweg und die Graphische

Team Spenden verbindet

Über eine Internetplattform gehen Spenden nicht mehr an diffuse Organisationen, sondern direkt an die Menschen, die sie brauchen.

Crowdspending. Einmal im Jahr, so um die Weihnachtszeit, erfahren wir aus allen Medien, dass die Österreicherinnen und Österreicher Spendenkaiserinnen und -kaiser seien: dass wir also so viel spenden wie sonst niemand. Wir könnten aber auch noch Spendenpäpstinnen und -päpste oder Spendenweltherrscherinnen und -weltherrscher sein, dachten sich Lukas Cwikiel, Thomas Fertl, Maximilian Seifert und Ricco Skombar, wenn der ganze Spendenvorgang transparenter, einfacher und persönlicher wäre. Warum also nicht das moderne Konzept des Crowdfundings auf den Akt des Spendens umlegen? 

Zu ihrer Diplomarbeit an der HTL 3 Rennweg in Wien in Zusammenarbeit mit der Graphischen bewegte die vier der Terroranschlag von Paris im November 2015. So viele, denen geholfen werden müsste! Aber wie konnten sie wissen, ob ihre Spende auch wirklich diese Opfer erreichte? Große globale Institutionen, die oft höhere Bearbeitungsgebühren einstreichen müssen, bestimmen eigenmächtig, nach strengen Vergabekriterien und auf oft nicht ganz nachvollziehbarem Wege, wer wann wie viel der gesammelten Gelder erhält. Bei „Spenden verbindet“ ist das alles viel einfacher.  

Auf einer Webseite des gemeinnützigen Vereins können sich die Userinnen und User als Spendende oder Empfangende anmelden. Die Empfangenden müssen einen Bedürftigkeitsnachweis erbringen, die Spendenden brauchen kein kompliziertes Registrierungsverfahren, dürfen aber trotzdem im Laufe der Zeit erfahren, was mit ihrer Spende passiert ist. Die Bedürftigen haben die Möglichkeit, einen Gegenstand als Ziel anzugeben, den die Herren vom Rennweg bereit sind, selbst einzukaufen und vorbeizubringen, sobald die Spenden beisammen sind. Selbst im Fall von akuten Krisen wie Umweltkatastrophen oder Anschlägen soll es möglich sein, den Spendenvorgang persönlich zu gestalten und Licht ins Dunkel vieler anonymer Schicksale zu bringen. 

Auch eine kreativ-karitative Idee braucht einen Businessplan. Dieser fokussiert auf die Zielgruppe von Menschen mit geregelten Einkommen (als Spenderinnen und Spender) und sieht zur Finanzierung sorgsam geschnürte Packages für Kooperationspartnerfirmen vor. Am Ende jedenfalls landen die Spenden in den richtigen Händen.