Kategorie Design

2017/18

BIMA Heilkräuterplattform

Österreichische Schule Shkodra “Peter Mahringer”

Projekt-Team Bima

Eine ansprechende Webseite bringt der albanischen Bevölkerung die heimischen Heilkräuter näher.​​​

„Kamomili“ führt mit 80 % vor „Menderza“ mit 78 %. „Lavandoja“ hinkt mit 54 % ziemlich hinterher. Warum das so ist und was diese Werte auf http://www.bima.al/ genau bedeuten, ist nicht ganz klar, außer für jene, die Albanisch verstehen. Ziemlich sicher ist aber, dass es sich um Heilkräuter handelt. Denn Fotos in ansprechendem Grün strahlen von dieser Webseite, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Albaniens Heilkräuter auch einer jüngeren, bei Wehwehchen sonst gerne auf die Chemiekeule zurückgreifenden Generation vertraut zu machen.​​​

Denn natürlich ist gegen Unwissenheit nicht ein Kraut gewachsen – es sind mindestens acht, zumindest wenn es nach Samela Lulaj und Gjystina Ndou geht. Der Grundgedanke zu ihrem Projekt an der Österreichischen Schule „Peter Mahringer“ in Shkodra lautete: Früher hatten die Leute auch keine Medikamente und sind trotzdem irgendwie gesund geworden. Heute kennt keiner mehr die heimischen Naturgewächse. Und diejenigen, die doch auf die Idee kommen, die Heilkräfte der Natur in Anspruch zu nehmen, sollten sich vielleicht nicht auf das Prinzip „Pflück mit Glück“ verlassen, sondern genau wissen, wie sie Kamille, Lavendel und Co. heilsam zubereiten müssen.​​​

So pflanzten sich die Schülerinnen vor ihre Computer und programmierten. Um den Userinnen und Usern nicht erst das Kopfweh zu verursachen, gegen das sie dann ein Heilkraut benötigen, musste die Webseite responsiv gestaltet, also auf Laptop, PC, Smartphone und Tablet gleichermaßen schön verwendbar sein. Die gesäten Keime, aus denen die Seite wuchs, hießen PHP, HTML5 und CSS3. Fragen wie jene nach dem am besten geeigneten Foto- (es ist: RAW) und Bearbeitungsformat (Lightroom), dem besten System für das Selbsteintragungsformular und eine Strategie zur Bekanntmachung von bima.al über Social Media beschäftigten die digitalen Gärtnerinnen. Nun ist die Seite online – vorerst auf Albanisch, richtet sie sich doch an die lokale Kraut-Crowd.​​​

Diese findet hier die besten Rezepte und die sichersten Fundstellen. Auch nach der Schule soll die Seite dank eines externen Auftraggebers weiter bestehen und immer stärker erweitert werden. Vielleicht holt „Lavandoja“ die anderen Heilkräuter bis dahin noch ein.​​​