Kategorie Design

2017/18

Wechselzonensetup im Triathlon

HTL Waidhofen/Ybbs

Projekt-Team Wechselzonensetup Triathlon

Eigens angepasste Helmverschlüsse und Laufschuhe sollen zwischen den Triathlon-Disziplinen wertvolle Zeit sparen.​​​​​​

Wer tut sich das an? Triathlon! Eine der forderndsten Sportarten überhaupt: erst Schwimmen, dann Radfahren, dann kilometerweit Laufen. Während jede dieser Disziplinen für sich genommen auch dann schon anstrengend ist, wenn ein paar Tage dazwischen liegen, gönnt uns der Triathlon noch nicht einmal, eine Pause einzulegen. Denn die Uhr läuft weiter, egal ob Läufer und Läuferin das auch tun.

Das ist uhrgemein, findet Christoph Pölzgutter, Triathlet und Schüler der HTL Waidhofen/Ybbs. Denn die sogenannten Wechsel werden dadurch zur vierten und fast wichtigsten Disziplin: der T1 – raus aus dem Wasser und rauf aufs Fahrrad – und der T2 – runter vom Rad und rein in die Laufschuhe. Schon die Muskulatur braucht ihre Zeit, um sich auf die jeweils neue Aufgabe einzustellen, mühsames Hantieren mit Equipment raubt zusätzliche Sekunden. Christoph Pölzgutters Schulkollegen Paul Nagelstrasser, Adrian Plattner und Daniel Tatzberger sind zwar vermutlich nicht ganz so sportlich wie er – niemand ist so sportlich wie ein Triathlet! –, hatten für ihr schulinternes Projekt der Abteilung Wirtschaftsingenieure und Maschinenwesen aber wesentlich mehr Zeit zur Verfügung als er für einen Wechsel. Also warfen sie die Rechenmaschinen an und tüftelten nicht nur ein ideales System für T1 und T2 aus, sondern auch Marketingkonzepte, Patentrecherchen und Businessplan. Das Ergebnis sind ein neuer Helmverschluss und ein neuer Laufschuh.​​

Der Verschluss des triathletischen Fahrradhelms hat jetzt einen Ober- und einen Unterteil, die mithilfe eines Magneten automatisch zusammenfinden. Zum Öffnen kann einfach an einer Lasche gezogen werden. Der Laufschuh wiederum stellte bisher Probleme beim Hineinschlüpfen dar, er ließ sich nur mit beiden Händen verschließen. Die drei Dreikampfkämpfer versahen ihn mit einem Klettverschluss und einem Gummizug. 20 % der verschwendeten Zeit in den Wechselzonen kann so eingespart werden. ​​

Nach anfänglich organisatorischen Verwicklungen beschloss das Team eine Arbeitsteilung, nach der jeder seinen eigenen Bereich hatte. Das führte zum Erfolg. Wäre das nicht auch eine entspannende Idee für den Triathlon: pro teilnehmender Person nur eine Sportart? Nein? Zu wenig wechselhaft?​​