Kategorie Engineering

2017/18

Animal Area Protection System

HTL Braunau

Projekt-Team Animal Area Protection System

Mittels Sensoren wird das Eindringen eines Tieres in einen privaten Garten erfasst, ein leichter Wasserstrahl schreckt es ab.

Raunz nicht, mach ein Projekt. So ungefähr lautete die Schlussfolgerung, als der Elektroniklehrer von Jonas Eppacher, Anna-Maria Fürböck und Hannah Kirchsteiger ein Gespräch der drei mitbekam, in dem eine von ihnen sich über die Nachbarskatze beschwerte. Die war immer zur falschen Zeit am falschen Ort, nämlich auf ihrer Terrasse – übelriechende Gastgeschenke inklusive. Er habe zu Hause ein ähnliches Problem, fiel der Lehrer in die Tier-ade ein. Das Brainstorming über die freundlichsten Arten, unerwünschten Besuch zu verhindern, wuchs sich zum Projekt aus. Am Beispiel einer Katze wurde eine Strategie entwickelt.

Gleich vorweg die beruhigende Meldung aus dem Abspann von Filmen: „Bei diesem Projekt kamen keine Tiere zu Schaden.“ Denn dass die unbedarften Eindringlinge im Laufe des Prozesses nicht verletzt werden, galt dem Team als eines der wichtigsten Kriterien. Zwölf Ultraschallsensoren und eine Infrarotkamera überwachen den definierten Bereich, zum Beispiel die Veranda oder den Garten eines Einfamilienhauses. Ein System aus Mikrocontrollern und Bildverarbeitung wertet aus, ob das, was da kreucht und fleucht, wirklich ein Tier mit der entsprechenden Größe ist.

Wenn ja, kriegt dieses einen tierisch leichten Wasserstrahl aus einer Düse ab, düst entsprechend verschreckt davon und sucht sich ein anderes Katzenklo. Das alles funktioniert autonom, ist strahlend schön und für die Täterin, die gleichzeitig das Opfer ist, schmerzfrei. Sie kommt mit dem Schrecken davon. Im Idealfall ist auch ein Lerneffekt damit verbunden und Miezmiez verliert nach zwei, drei unfreiwilligen Gratisduschen die Lust am Terrassenfriedensbruch.

Die im 3D-Drucker produzierten Bauteile fügen sich zu einem unsichtbaren, sehr spezifischen Gartenzaun zusammen. Das Projektteam freut sich darauf, seine Idee weiter auszubauen und auch andere Lebewesen erfolgreich in ihre Schranken zu weisen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Miezmiez nicht ans kühle Nass gewöhnt und irgendwann anfängt, die Spritztouren ganz erfrischend zu finden.