Kategorie Science

2017/18

Human Energy

HTL Braunau

Projekt-Team Human Energy

Mithilfe einer implantierbaren Glukose-Brennstoffzelle wird körpereigener Zucker in Energie umgewandelt, die Herzschrittmacher von selbst am Laufen hält.​​​​​

Es kann vorkommen, dass der menschliche Körper mal nicht mehr so kann, wie er will. In vielen Fällen hilft da heutzutage die Medizin nach. So ist es durch den Einsatz elektrisch aktiver Implantate (wie etwa Herzschrittmacher) möglich, Körperfunktionen, Gesundheit und im Endeffekt die gesamte Lebensqualität von Menschen mit diversen Beeinträchtigungen zu verbessern. ​

Ein paar Herausforderungen sind aber immer noch übriggeblieben. Implantate verfügen derzeit vielfach noch über eine zu geringe Batteriekapazität und müssen deshalb nach einigen Jahren (ca. vier bis fünf) getauscht werden. Das wiederum erfordert einen neuerlichen operativen Eingriff bei Patientinnen und Patienten – einen Eingriff, der für viele belastend ist und das Risiko einer Infektion in sich tragen kann. Wie kann diesen medizinischen Geräten also länger Energie eingehaucht werden? Können sie das nicht vielleicht sogar selbst? Dieser Frage gingen Christoph Schnitzinger und Leonhard Winkler in ihrem Projekt beherzt und energiegeladen nach.​

Um ein medizinisches Mikroimplantat mit Energie zu versorgen, entpuppte sich für die beiden Schüler der HTL Braunau eine implantierbare Glukose-Brennstoffzelle als Lösungsweg. Durch diese wird körpereigener Blutzucker elektrochemisch in nutzbare Energie umgewandelt, die in weiterer Folge das Implantat ausreichend mit Strom versorgt. Somit wären Implantate in ihrer Lebenserwartung nicht mehr von begrenzten Batteriekapazitäten abhängig, ihre Zweckmäßigkeit sowie Nutzbarkeit würde extrem gesteigert. Dem Team war es sehr wichtig, ein Maturaprojekt zu wählen, das einem zukunftsrelevanten Forschungszweig dient. Und glücklicherweise stimmte nicht nur im Bereich der Glukose-Brennstoffzellen-Energie-Verwandlung, sondern auch in der Human Energy der Zusammenarbeit die Chemie.​

Diese Erfindung stellt eine große Chance da: sowohl für die Medizin als auch für all jene, deren Leben durch den Einsatz von Mikroimplantaten verbessert werden kann. Beeindruckend, wenn die Beschäftigung mit Mikroimplantaten zu Makroerrungenschaften führt.​