Kategorie Sustainability

2017/18

AEMS – Advanced Energy Monitoring System

HTBLA Grieskirchen

Projekt-Team AEMS

Ein offenes Stromzählersystem ermöglicht das Erfassen von Verbrauchsdaten und die Optimierung des eigenen Energieverbrauchs.

So viel Strom. Überall strömt er. Wenn man sich vor Augen führt, was allein für Häuser, Wohnungen und andere Gebäude, für Computer, Fernseher, Smartphones und Klimaanlagen an Energie die Leitungen runterströmt – da kommt schon einiges zusammen. Tatsache ist aber auch, dass wir viel davon unnötig verschwenden, wodurch wir die Umwelt ebenso belasten wie unsere Geldbörse. Zum Beispiel laufen in vielen öffentlichen Gebäuden an Wochenenden Stromverbraucher im Standby-Modus, ohne dass irgendjemand sie braucht. Damit wir künftig besser mitbekommen, watt wir mit unseren Kilowatt anstellen, haben Niklas Graf, Sebastian Mandl und Lukas Knoll von der HTBLA Grieskirchen ein neues Tool entwickelt.

Auf der Suche nach einem geeigneten Projekt für ihre Diplomarbeit stießen die drei auf eine Anfrage der Energiegenossenschaft Eferding: Es bestehe großes Interesse an einem Tool, um AMIS-Zähler-Stromdaten via Webseite auszulesen und grafisch-statistisch aufzubereiten. Nein, AMIS-Zähler führen keine Volkszählung in den USA durch, sie ermöglichen eine digitale Datenübertragung des Stromverbrauchs. Der kann dann in weiterer Folge optimiert und hübsch eingespart werden.

„Kein Ding, Eferding“, antworteten die drei. Ihr System heißt jetzt nicht AMIS, sondern AEMS. Und nein, das hat nix mit dem Arbeitsmarktservice zu tun: Mit diesem offenen System lassen sich Auswertungen und Statistiken über den eigenen Energieverbrauch erstellen. Wenn etwas anders ist als sonst, wird das gemeldet. Das System wird als Webinterface und als App umgesetzt, bei Benachrichtigungen meldet sich das Smartphone. Durch eine sogenannte Anomalienerkennung von Abweichungen der Außentemperatur, Helligkeit und dergleichen können Unternehmen und Gebäude im öffentlichen Dienst entsprechend auf den Energieverbrauch reagieren.

Viele Energieregionen haben das System schon angefragt; es wurden bereits über 1.500 Zähler in Auftrag gegeben. Dass sich da der Energieverbrauch der drei Schüler von unzähligen (konkret über 700) Arbeitsstunden wirklich gelohnt hat, lesen wir auch ohne Statistik heraus.