Kategorie Engineering

2012/13

Eisdickenmessfahrzeug "Leo Sonic - Ice"

HTL Hollabrunn

Team Eisdickenfahrzeug

Waschen, Föhnen, Schützen

Winterzeit ist Eislaufzeit. Doch beim Kufengleiten über so manche natürliche Eisfläche kann es eben nicht nur zu fröhlichen oder gar romantischen Hochgefühlen, sondern auch zu Unfällen kommen. 

Lukas Barth und Andreas Rittberger wurden auf einige Nachrichtenmeldungen über leichtsinnige Wintersportler/innen aufmerksam, die bei einem Einbruch der Eisdecke tödlich verunglückt waren. Anderswo wirkte das Terrain eigentlich sicher, und doch darf der See nicht befahren werden.

Die Thematik beschäftigte die beiden Schüler der HTL Braunau, und bei ihren Recherchen erfuhren sie, dass viele Flächen nicht mit absoluter Sicherheit freigegeben werden können. Eine Messung der Eisdicke erfolgt meist per Hand, Bohrer und Messstab, wodurch die wagemutigen Messer/innen sich in Gefahr begeben. Mit den so erhaltenen ungenauen Ergebnissen bewegt man sich schon mal auf ziemlich dünnem Eis. All diese Informationen führten die beiden zu der Idee, ein unbemanntes Fahrzeug zu entwickeln, das leicht ferngesteuert werden kann und in der Lage ist, an beliebigen Punkten einer Eisfläche deren Dicke festzustellen.

So wurde „Leo Sonic – Ice“ geboren. Er ist ca. 80 cm lang, wiegt 25 kg, hat blaue Augen (also blau leuchtende Positionsfarben) und bewegt sich ferngesteuert via Laptop – zum Beispiel vom Ufer aus. Auf „Leo Sonic – Ice“ ist ein Ultraschallmessgerät montiert. Dieses wertet Ultraschallwellen eines Messkopfs in einem Diagramm aus, das Informationen über Dicke und Qualität einer Eisschicht enthält und per Funk an Messende und ihre Laptops übermittelt wird.

Auf seinen Expeditionen ist „Leo Sonic – Ice“ gut geschützt: Seine Erfinder haben daran gedacht, an den Flanken Auftriebskörper anzubringen, die im Falle eines Einbruchs das Sinken des Fahrzeugs verhindern. Zudem kann Leo an die Leine gelegt werden, ist dadurch mit einer Person am Ufer verbunden und lässt sich jederzeit, etwa bei einer technischen Störung, an Land ziehen.

Diese Innovation minimiert die Unfallgefahr bei der Durchführung von Eisdickenmessungen deutlich. Es besteht auch bereits großes Interesse von Seiten der Wasserwacht und der Feuerwehr. Das Projekt von Barth und Rittberger hat gute Chancen, nicht auf Eis gelegt, sondern volle Fahrt voraus aufs Eis geschickt zu werden.