Kategorie idea goes app

2012/13

IntelliScreen

HTL Kaindorf

Team intelliScreen

Auszeit, gescheit

Wann schaltet sich das Display Ihres Smartphones eigentlich in den Standby-Modus? Nach einer Minute, nach zwei oder zehn?

Sie wissen es vielleicht gar nicht mehr: Irgendwann haben Sie es eingestellt, und es passt so, nur manchmal nervt es, wenn Sie ein Video anschauen oder etwas lesen und das Display plötzlich schwarz wird. Umgekehrt verzichten (oder vergessen) Sie vielleicht öfter, das Handy aktiv in die Auszeit zu schicken, obwohl Sie wissen, dass Sie es gerade nicht brauchen. Und das verbraucht natürlich Energie. Das geht doch smarter, dachte sich Dominik Groß von der HTBLA Kaindorf/Sulm. Mithilfe seines Kollegen Andreas Schrade aus Deutschland entwickelte er eine App, die den Android-Handys hilft, von alleine zu verstehen, wann sie sich in die Pause verabschieden dürfen oder sollten.

Wann schaltet sich das Display Ihres Smartphones eigentlich in den Standby-Modus? Nach einer Minute, nach zwei oder zehn? Sie wissen es vielleicht gar nicht mehr: Irgendwann haben Sie es eingestellt, und es passt so, nur manchmal nervt es, wenn Sie ein Video anschauen oder etwas lesen und das Display plötzlich schwarz wird. Umgekehrt verzichten (oder vergessen) Sie vielleicht öfter, das Handy aktiv in die Auszeit zu schicken, obwohl Sie wissen, dass Sie es gerade nicht brauchen. Und das verbraucht natürlich Energie.

Das geht doch smarter, dachte sich Dominik Groß von der HTBLA Kaindorf/Sulm. Mithilfe seines Kollegen Andreas Schrade aus Deutschland entwickelte er eine App, die den Android-Handys hilft, von alleine zu verstehen, wann sie sich in die Pause verabschieden dürfen oder sollten. Miteinander gearbeitet wurde vor allem per E-Mail und in Skype-Konferenzen – und das natürlich ohne unerwünschtes Bildschirm-Timeout!

IntelliScreen interpretiert verschiedene Situationen: Bei bestimmter Neigung des Geräts für einen längeren Zeitraum weiß die Applikation, dass ihr/e Benutzer/in etwas liest oder ansieht. Legt er oder sie das Handy dann auf den Tisch oder steckt es in die Tasche, erkennt das ein eigener Sensor, und das Gerät entschlummert friedlich. Eine ständige Anzeige der CPU-Auslastung entlarvt stromfressende Hintergrundaktivitäten. Und, ein Bonus für die ganz Bequemen: Mit einer Sperrfunktion am Display selbst, einem sogenannten Widget, kann das Betätigen der Hardware-Taste umgangen werden.

Erste öffentliche Betatests verursachten dem Team noch einiges an Kopfzerbrechen, weil verschiedene Geräte verschiedene Fehler aufwiesen. Inzwischen ist jedoch alles behoben, und unter den bisherigen Nutzer/innen wurde sogar schon eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis macht deutlich, dass sich Dominik Groß und Andreas Schrade nach einem aufwändigen Projekt ihre ganz eigene Bildschirmauszeit verdient haben: „Sperrmoral“ und Akkulaufzeiten haben zugenommen, die Timeout-Einstellungen sind kürzer geworden, und ‒ das Wichtigste ‒ Energie wurde gespart. Und dass man dieses System ja auch auf andere technische Geräte umlegen könnte, haben die beiden Herren durchaus auf dem Schirm …