Kategorie idea goes app

2012/13

Remotely

HTL 3 Rennweg

Team Remotely

Fernweh

Ein Raum voller Menschen, alle haben mobile Endgeräte in der Hand: Smartphones, Tablet-PCs. Vorne hält eine Person eine Präsentation, auch sie ist mit einem Tablet ausgestattet. 

Kein Zeigestab, kein Laptop, kein Videobeamer oder gar Overhead-Projektor! Alle ‒ so ist zumindest zu hoffen ‒ verfolgen gebannt die Präsentation auf ihren smarten Geräten, müssen selbst aber nichts tun, sie wird für jedes Gerät von vorne gesteuert. Sieht aus wie ein Szenario aus einem durchdesignten Science-Fiction-Film? Für fünf Schüler aus der HTL am Wiener Rennweg ist es nichts weiter als eine zeitgemäße und effiziente Art, Präsentationen abzuhalten. Proudly presented by: ihnen selbst.

Michael Dunkel, Nikolaus Müller, Oliver Schebesta, Georg Schneider und Philipp Unger waren sich einig, ihr Maturaprojekt müsse etwas noch nie Dagewesenes zustande bringen. Daher nahm das Team auch den Aufwand von über 350 Stunden pro Person bei der Recherche und Entwicklung von „remotely“ in Kauf, da an ihrer Schule Android-Programmierung und eine ganze Reihe anderer benötigter Tools gar nicht unterrichtet werden. Nach sorgfältig dokumentierten Plänen verfolgte man eine genaue Arbeitsteilung und hielt regelmäßig selbst Präsentationen ab: vor Projektbetreuerin Mitra Bayandor, um Zwischenstände zu berichten, aber auch vor potenziellen Sponsor/innen. Für eine geschlossene Testphase stellen sich vorerst die etwa 20 Klassenkolleg/innen des Teams zur Verfügung.

„remotely“ ist eine Android-Applikation, mit der Präsentationen auch auf mobilen Geräten erstellt und dann gleichzeitig auf mehreren anderen Geräten abgespielt und gesteuert werden können. Der Clou dabei ist die Verwendung zweier Tools, die plattformübergreifend funktionieren: HTML5 zur Erstellung und das altbekannte PDF zur Ansicht. Die Zuhörer/innen benötigen dazu die remotely-App nicht, sie können über einen Link online auf die Präsentation zugreifen. Wenn sie die App aber haben, erschließen sich ihnen die wichtigsten Funktionen auch offline.

Das Projektteam erhofft sich dadurch in Zukunft interessantere Präsentationen, die vor allem nicht gleich nach der Unterrichtsstunde heimlich ins Altpapier wandern …