Kategorie Tech & Society

2012/13

Sinneswürfel Cubito

HTL Mössingerstraße

Team Cubito

Ein großer Wurf

Wer ist das: Er ist vielseitig, hat schöne Augen und macht ein Spiel erst richtig sinnvoll? Richtig – der Würfel, auch Kubus genannt.

Und wer ist das: Er ist vielseitig, hat schöne Spiele und macht Lernen erst richtig sinnvoll? Richtig – der Sinneswürfel, auch „Cubito“ genannt. Lust auf mehr Informationen? Bitte ein Feld, äh, einen Absatz vorrücken.

Der Sinneswürfel wurde in Zusammenarbeit mit der Sonderschule ASO Feldkirchen von Lisa Dullnig, Jan Mikula und Bernadette Oblak von der HTBLA für biomedizinische Technik in der Klagenfurter Mössingerstraße entwickelt. Mit je einem Spiel pro Seite soll er Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen dabei helfen, Tast-, Seh- und Hörsinn zu stärken. Damit erfahren die Kinder Freude am Lernen und ein gesteigertes Selbstwertgefühl, weil sie mal etwas selbst machen dürfen, und den Eltern und Betreuer/innen werden weitere Chancen zur Förderung und zum Training ermöglicht.

Zur Entwicklung des Cubito begleitete das Projektteam zunächst ein paar Tage lang eine Förderklasse. So gewann es einen Eindruck von den verwendeten Spielen und vom Umgang der Kinder mit ihnen. Nach ausgiebiger Besprechung mit der Schule wurden schließlich diverse „Cubito-Kriterien“ festgelegt. Abgesehen von unerlässlichen Sicherheitsmaßnahmen sollte das Spielzeug die Kinder – auch je nach Motorik – individuell fördern, gleichzeitig aber nicht allzu aufwendig sein, um es auch fertigen zu können.

Mehrmals veränderte Würfelentwürfe später verfügt der Cubito nun über eine raue Drehscheibe zur Förderung des Tastsinns, über Muster- und Lichteffekte, die beim Bewegen des Spielzeugs entstehen, und über ein Musik- bzw. ein Tierstimmenspiel. Eine Seite musste leer bleiben, da diese auf der Innenseite das Steuerelement für alle anderen Seiten beinhaltet. Der sinnliche Würfel bereichert nicht nur die Förderschule, sondern ist auch beispielsweise im Kindergarten sehr gut einsetzbar.

Klar, dass das Projekt dem Dreierteam sehr viel an Arbeit, Zeit und vor allem Nerven abforderte. Doch der Aufwand hat sich gelohnt, denn die drei Sinneskubist/innen haben manches dazugelernt und verstehen die Welt der Kinder, die sie ins Spiel gebracht haben, nun von (fast) allen Seiten.