Jugend Innovativ-Teams erfolgreich bei iENA 2017

Teams bei der iENA 2017

Vier Jugend Innovativ-Projekte überzeugten bei der Erfindermesse iENA in Nürnberg die hochkarätige Jury – BM Mahrer gratuliert

Mit über 800 Erfindungen aus 30 Ländern ist die Erfindermesse iENA eine bedeutende Drehscheibe des internationalen Erfindungswesens. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums konnte der Österreichische Innovatoren-, Patentinhaber- und Erfinderverband (OPEV) auch bei der 69. iENA von 2. bis 5. November wieder mehrere Jugend Innovativ-Teams betreuen. Die Jugendlichen präsentierten ihre kreativen Projekte einem breiten Publikum und nutzten die Chance, um im internationalen Umfeld erste Vermarktungsgespräche zu führen – mit großem Erfolg: alle vier Projekt-Teams wurden von der hochkarätigen internationalen Jury mit Medaillen ausgezeichnet. "Wenn wir Innovationsführer in Europa werden wollen, müssen wir den Erfindergeist unserer Jugend fördern. Der OPEV leistet dazu einen wichtigen Beitrag und bringt kreative Entwicklerinnen und Entwickler aus aller Welt zusammen. Dabei können sie wichtige Kontakte knüpfen, ihre Ideen weiterentwickeln und mit potenziellen Geschäftspartnern in Kontakt treten“, sagt Bundesminister Harald Mahrer, der den Teams herzlich zu ihrem Erfolg gratuliert. 

Eine BRONZE-Medaille hat gewonnen: 

GoodieBook – LFS Hollabrunn, Niederösterreich
Bei „GoodieBook“ handelt es sich um ein Buch für Volksschulkinder, das diesen den korrekten Umgang mit Hunden beibringen soll. Es enthält Anleitungen für diverse Hundesportarten und Tipps und Tricks für die Erziehung der vierbeinigen Freunde. Bilder, Rätsel und QR-Codes mit Links zu Videos ergänzen die informativen Seiten. Um die Produktion bzw. den Druck des Buches finanzieren zu können, verkauften die 29 Schülerinnen und Schüler der Junior Company der LFS Ursprung zunächst Hundeleckerlis, die selbst aus organischen Zutaten händisch hergestellt worden waren. Nun wird bereits im Schulumfeld und im Hollabrunner Futterhaus verkauft, Lesungen an Hundetrainingsplätzen und in Tierhandlungen machen die Zielgruppe außerdem auf das Angebot aufmerksam. 

SILBER-Medaillen gingen an:

Chess Robot - Entwicklung und Programmierung eines autonomen Schachroboters – HTBLuVA Waidhofen/Ybbs, Niederösterreich
Die Tatsache, dass an der HTBLuVA Waidhofen an der Ybbs Industrieroboter und ein intelligentes Kamerasystem angekauft worden waren, inspirierte Martin Datzberger und Michael Kendler zu ihrem Projekt. Sie entwickelten einen Schachroboter, der mithilfe einer intelligenten Kamera funktioniert, gegen menschliche Gegnerinnen und Gegner antreten kann, die Regeln des Spiels kennt und ungültige Züge korrigiert. Das Schachbrett ist aus transparentem Glas, die Figuren sind gut voneinander unterscheidbar, damit der Roboter keinen Missverständnissen unterliegt, und werden mittels Backengreifer bewegt. Die Robotersteuerung kalibriert zwischen den Koordinationssystemen des Roboters und des Kameraauges, berechnet das Gesehene anhand der Schachregeln und handelt entsprechend.   

Entwicklung einer Sortieranlage für Bohnen – HTBLA Weiz, Steiermark
Um den Ertrag von Äckern in der Landwirtschaft zu steigern, werden Stangenbohnen oft auf Maispflanzen gezogen und gemeinsam mit dem Mähdrescher geerntet. Problematisch ist danach allerdings die maschinelle Trennung von Bohnen und Mais. Käferbohnen sind wesentlich größer als Maiskörner und lassen sich deshalb durch Sieben gut trennen, brechen allerdings beim Dreschen häufig auf. Wachtelbohnen wiederum sind in der Größe kaum von Maiskörnern zu unterscheiden. An der HTBLA Weiz stellten sich Nikolaus Sommerhofer, Christopher Kratschmann und Simon Pirkheim daher zwei Aufgaben für Maschinen: Bruchbohnen aussortieren und Wachtelbohnen von Maiskörnern trennen. Die beiden entwickelten Methoden lassen sich auf demselben Grundgerüst realisieren. 

Eine GOLD-Medaille hat gewonnen: 

Die Dimensionsveränderung von Holz durch die Klimaveränderung – Holztechnikum Kuchl, Salzburg
Möchte man einen Holzfußboden verlegen, so sollte man bedenken, dass das Holz eventuell zu quellen beginnt, wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Daher sollte ein gewisser Fugenabstand eingehalten werden, um „Schüsseln“ zu vermeiden. Ziel der Arbeit von Adrian Schrenk und Julian Großen war es, für alle holzverarbeitenden Betriebe und Personen eine Norm zu schaffen, mittels derer man von der Veränderung des Umgebungsklimas auf die Dimensionsändern von Holz schließen kann. Das Klimaschwindmaß wird für Holzarten, Holz allgemein und jede Schnittrichtung angegeben. Damit können Profis und Laien im Vorhinein errechnen, um wie viele Zentimeter ihr Fußboden aufquillt und wie viel Raum zusätzlich gebraucht wird und so Schäden vermeiden. 

Jugend Innovativ: „Neugier bringt frische Ideen!“
Im Rahmen der 31. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ sind interessierte junge Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren erneut aufgefordert, ihre kreativen und innovativen Ideen zu entfalten und diese in Form von Projekten auszuarbeiten. Es darf geforscht, experimentiert, getüftelt, designt und quergedacht werden. Die innovativen Ideen der Jugendlichen werden auch heuer wieder ganz besonders gefeiert und im Zuge von vier Halbfinal-Events in den Bundesländern beim großen Bundes-Finale 2018 ausgezeichnet. Es winken Geldpreise sowie Reisepreise zu internationalen Messen und Wettbewerben für die Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge mit den besten Projekten. Die Teilnahmebedingungen, der Link zur Online-Anmeldung sowie weiterführende Informationen zum Wettbewerb sind unter www.jugendinnovativ.at abrufbar. Anmeldeschluss ist der 21. Dezember 2017. 

Über Jugend Innovativ
Jugend Innovativ ist der größte österreichische Schulwettbewerb für innovative Ideen. Er wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie des Bundesministeriums für Bildung von der Austria Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt und von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative und der Innovationsstiftung für Bildung unterstützt. Der Wettbewerb wird laufend von Weiterbildungs-Maßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu den Themen „Teaching Innovation“ und „Rechte an geistigem Eigentum für Schulprojekte“ sowie von Praxis-Workshops für Schülerinnen und Schüler erfolgreich begleitet. Weitere Infos auf www.jugendinnovativ.at