2009/10

9/10 Multiple Operation Autonomous Investigation – Autonomes Vehikel

HTL Perg

9/10 Multiple Operation Autonomous Investigation – Autonomes Vehikel

Thomas Hader und Bertram Sabrowsky sind ein gutes Team. In der Klasse sitzen sie nebeneinander und gemeinsames Brainstorming gehört zum Schulalltag. Ein Vortrag über GPS brachte die beiden auf die Idee, ein kleines Fahrzeug zu entwickeln, das hoch riskante Aufgaben übernehmen könnte.​​​

Bei der Suche nach Lawinenopfern oder bei Explosionsgefahr. Jedes Mal, wenn der Einsatz für Menschen zu gefährlich oder zu teuer ist, könnte sich das autonome Vehikel dem Unglücksort nähern und wertvolle Informationen bringen und erkunden. Die intelligente Apparatur sollte in der Lage sein, festgelegte GPS-Markierungen anzusteuern und spontan auf Signale eines Senders zu reagieren.

Seit wenigen Wochen tourt das Ergebnis durch die Gegend: ein 40 cm langes und ebenso breites Fahrzeug auf vier Rädern, mit vier Motoren, Sensoren, GPS-Empfänger, einer Webcam und Akkus. Im Herz des Roboters werkt ein vollwertiger Computer in der Dimension einer Spielkarte.

Nicht zufällig heißt das autonome Vehikel, das unbeschreiblich viel kann, MOAI - Multiple Operation Autonomous Investigation. Die neu entwickelte Software synchronisiert Sensoren, erkennt und abstrahiert die Umgebung, identifiziert Daten von Google Earth, findet den Weg und zum Ziel. Dabei nutzten die Programmierer Algorithmen und Lösungsansätze, die durch die Entwicklung von Computerspielen entstanden. Theoretische Grundlagen wohlgemerkt, denn zum Spielen ließ die Arbeit am Projekt wenig Zeit. Was den beiden nicht schwer fiel: zum einen waren und sind sie von den Anwendungsmöglichkeiten autonomer Vehikel fasziniert und denken schon jetzt an die Weiterentwicklung von fliegenden oder bodennah agierenden Apparaten. Zum anderen kam der spielerische Aspekt auch diesmal nicht zu kurz. Etwa bei der Recherche zum Versuchsträger, als unzählige Modellautos und Roboterbausätze studiert werden mussten.

Rat und Tat erhielten die Schüler von ihrem Betreuer, der immer wieder wertvolle Denkanstöße einbrachte und dem Team notwendigen Motivationsschub gab, wenn unüberwindlich scheinende Hindernisse im Weg standen.