2009/10

Camping 360° - Ein Auto zum Ausziehen

HTBLVA Ferlach

Camping 360° - Ein Auto zum Ausziehen

Statt „entweder oder“ interessierte sich das Projektteam für die Vereinbarkeit von Wünschen und Ansprüchen.​​​

Also: „Warum sollten sich UrlauberInnen zwischen Wohnwagen und Wohnmobil entscheiden?“ oder „Wie lassen sich Zeltauf- und Abbau kürzer und leichter gestalten?“ Als Antwort auf alle Fragen wollten die vier ein Konzept entwickeln, das die Wendigkeit des Autos mit der Geräumigkeit eines Wohnmobils vereint.

Mit einem Ausflug fing alles an. Naheliegend. Wer sich mit Mobilität beschäftigt, muss in die Welt hinaus. Das dachten sich auch vier Ferlacher SchülerInnen, die im vergangenen Sommer zunächst einen Caravanhersteller in Deutschland besuchten und später durch Kärntner Campingplätze tourten. Jeweils mit Fragen im Gepäck, die ihre Innovationsfreude gleich vorweg unter Beweis stellten. Statt „entweder oder“ interessierte sie die Vereinbarkeit von Wünschen und Ansprüchen. Also: „Warum sollten sich UrlauberInnen zwischen Wohnwagen und Wohnmobil entscheiden?“ oder „Wie lassen sich Zeltauf- und Abbau kürzer und leichter gestalten?“ Als Antwort auf alle Fragen wollten die vier ein Konzept entwickeln, das die Wendigkeit des Autos mit der Geräumigkeit eines Wohnmobils vereint.

Nach der Recherche, folgten Briefing - mit Unterstützung und Knowhow der Partnerfirma - sowie Entwurfphase und damit der aufwendigste Teil des Projekts, wie sich die Vier erinnern. Um den Terminplan halten zu können, arbeiteten Daniel Bergmann, Jürgen Kompek, Philip Waldhuber und Bianca Busetti auch in ihrer Freizeit. Unterstützung fanden sie dabei bei den LehrerInnen, die sogar Workshops organisierten, in denen Detailfragen bearbeitet werden konnten.

Unzählige Stunden und mehr als 120 Skizzen später war die Lösung gefunden, die alle Anforderungen erfüllt. Camping 360° garantiert leichten Auf- und Abbau des runden Vorzelts, das vier Personen auf einem Grundriss von 360° Platz zum Relaxen einräumt.

Im Fahrzeug ist ein Auto mit ökonomischem Elektroantrieb integriert, das mit Hybridtechnologie ressourcensparend fährt und dennoch Dynamik garantiert, Warmwasser kommt aus der Solaranlage, gekocht wird mit Gas.

Das Konzept vereint Mobilität, raffinierte Details und großzügigen Wohnraum, nicht zuletzt deshalb, weil der sperrigste Teil des Caravans nach außen verlagert wurde. Vier Betten befinden sich in zwei Schubladen unter dem Wagen und werden bei Bedarf ausgezogen. Geschlafen wird folglich im Freien, zwei Hartschalenkuppeln schützen vor Regen und Kälte und trennen den Schlafbereich zugleich in Kojen. Die Idee für die Kuppeln stammt übrigens aus der Bionik: auch das Gürteltier schützt sich mit Hartschalen. Zu schade, dass es das Modell erst im Maßstab 1:10 gibt.