2009/10

Eiertanz – Halt auf drei Beinen

Fachschule für Kunsthandwerk und Design, HTBLA Steyr

Eiertanz – Halt auf drei Beinen

Eierbecher waren einmal. Das Frühstücksei von heute präsentiert sich auf kreativem Untersatz. Haltung ist gefragt und Stil. Beides Kriterien, denen sich die SchülerInnen der Fachschule für Kunsthandwerk und Design an der HTBLA in Steyr aus Passion widmen.​​​

Ihr Spezialgebiet umfasst neben Textil- und Schmuck-Design auch kreative Fertigungstechniken und diese stellten sie mit Können und Esprit unter Beweis.

Hübsch anzusehen, praktisch und preiswert sollte die Eierhalterung werden. Doch bevor sich das Team an den Skizzenblock setzte, mussten noch andere wichtige Parameter der Produktneuheit geklärt werden. Schließlich einigten sich die Schülerinnen mit fachkundiger Unterstützung ihres Betreuers Stefan Föderl-Höbenreich auf vier Funktionen. Das Ding sollte stabil auf jeder Unterlage stehen und halten, wenig Platz in der Küchenvitrine und in den Schränken von Großküchen beanspruchen, pflegeleicht, möglichst einfach gestaltet und ohne teuren Aufwand herzustellen sein.

Mit diesen Richtlinien im Hinterkopf beobachteten die ProjektteilnehmerInnen den Markt. Sie fanden vier unterschiedliche Fabrikate, analysierten deren Vorzüge und überlegten Optimierungsmöglichkeiten. In Teamwork und in Eigeninitiative entstanden in der Folge Entwürfe, die wieder verworfen und überarbeitet wurden, bis zwei Ideen den Sprung in die Umsetzungsphase und schließlich ins Finale des Innovationswettbewerbs schafften: eine schlichte, elegante Lösung auf drei Beinen mit dem Namen „Eiertanz“. Zart und gewölbt wie Eierschalen, funktionell und tragfähig.

Der Prototyp besteht aus gewölbten, gleichseitigen Kupferdreiecken, die sich auf drei Beinen, den Dreieckspitzen, stehen. Eine kreisrunde Auslassung in der Mitte garantiert, dass Eier unterschiedlicher Größen gut Platz finden. Auch die übrigen Kriterien kann der Eiertanz erfüllen: pflegeleicht, stapelbar, schlicht und edel.
Mehr noch: Mit einem Stück Rohr aus Plexiglas kombiniert, verwandelt sich der Dreibein im Nu in eine attraktive Dekoration für den Frühstückstisch.

Vom Ei zum Huhn ist es nicht weit, dachten sich die Schülerinnen und übertrugen das spielerische Design auf eine zweite Projektidee, bei der die weichgekochten Köstlichkeiten von stilisierten Hühnern getragen werden.