2010/11

FRED-First Aid Rescue Education Dummy

HTBLuVA Salzburg

FRED-First Aid Rescue Education Dummy

FRED hat Glück. Er überlebt auch die schlimmsten Verletzungen. Denn FRED ist ein Erste-Hilfe-Übungsgerät und heißt mit vollem Namen First Aid Rescue Education Dummy. Ein Hightech-Modell mit messbarem Herzschlag und Kreislaufschwankungen, das für das Training von Notärzten und -ärztinnen entwickelt wurde.​​​

Seine Entstehung verdankt der Dummy drei Schülern der HTBLuVA Salzburg - Florian Durst, Christian Siber und Thomas Rosenstatter - ihrem Lehrer Gottfried Haiml und dem Notarzt Alexander Franz.

Die Stärken des neu entwickelten Geräts beruhen auf Schwächen der Vorgängermodelle. Die Recherche für das neue Produkt begann nämlich mit dem Studium gängiger Dummies, deren Fehler und Defiziten. Auf Basis der in der Notfall-Praxis gesammelten Fakten und Wünsche erstellten die Schüler ihren Projektplan und verteilten die Aufgaben. Manches wurde in Einzelarbeit erledigt, vieles - oft auch außerplanmäßig – im Teamwork.

Die Lebenszeichen des Dummies sollten von einem Prozessor kommen, der die Impulse drahtlos an das Messgerät des Arztes bzw. der Ärztin weiterleitet. Nach eingehender Überprüfung der Vorteile von Wireless-LAN und Bluetooth entschied sich das Team für die zweite Variante. Ausschlaggebend waren geringere Strahlenbelastung und sparsamer Stromverbrauch. Mit C# wurde das Computerprogramm erstellt, das Funkprotokoll funktioniert wie geplant: FRED gibt die Informationen zu Atem- und Herzfrequenz an den Computer weiter, der Dummy speichert die einzelnen Parameter aber auch selbst.

Weil Puls und Sauerstoffsättigung im Notfall besondere Bedeutung zukommt, wünschte sich der Notarzt eine Verbesserung der Pulsoxymetrie. Die Suche nach einem kabellosen Messgerät erwies sich als Hindernislauf und brachte die Schüler auf ungewöhnliche Ideen. Mit dem Wachsmodell des eigenen Fingers wurde die Messung simuliert, entschlüsselt und durch eine spezielle Schaltung den neuen Anforderungen angepasst.

Die Messung der Herzströme berücksichtigt die ärztliche Praxis, bei der Elektroden an Armen und Beinen angebracht werden. Wer mit FRED für den Notfall trainiert, kann dabei verschiedene Signale für unterschiedliche Herzfrequenzen bzw. Krankheiten einstellen und muss– wie im wirklichen Leben – selbst herausfinden, wo die EKG-Clips sitzen müssen, damit die Messung relevante Daten ergibt.