2009/10

Good light. Design mit Wohlfühlcharakter.

GRG 15, Wien

Good light. Design mit Wohlfühlcharakter.

„Die Schmelz ist anders“ steht auf der Website der Schule aus dem 15. Wiener Bezirk geschrieben. Kaum verwunderlich also, wenn ein Schulprogramm dann "Bodies and environment" heißt, und im Unterricht Platz für Gespräche über die Lebenswelt der SchülerInnen ist. Da passt vieles hinein, was Jugendliche tatsächlich bewegt. Zum Beispiel kaltes Licht aus Neon- und Energiesparlampen, dem acht SchülerInnen der 5. und 6. Klassen mit ihrem Projekt den Kampf ansagten.​​​

Unterstützt von ihrer BE-Lehrerin Marlies Breier gründeten sie „Good Light“, ein Lichtdesign, das Wärme und gute Stimmung ausstrahlt und in öffentlichen Gebäuden und im Privaten Verwendung finden sollte.

Ideenskizzen und Experimente mit unterschiedlichen Materialien und Techniken standen am Beginn des gemeinschaftlichen Prozesses, der einige Monate lang dauerte. In dieser Zeit entstand zwar noch kein konkretes Lichtobjekt, aber allein die Beschäftigung mit dem Thema erhellte die Stimmung, so die SchülerInnen im Rückblick.

Dynamik gewann das Unternehmen erst, als die Teilnahme bei Jugend Innovativ beschlossen wurde und die Arbeit strukturiert werden musste. Plötzlich waren auch ExpertInnen für Elektrik und Dokumentation dabei, die Schulstunden und Freizeit in das Projekt investierten.

Ein Schirm aus Papier, sollte es werden, in mehreren Schichten mit Kleister verklebt und recyclebar. Mit Japanpapier, das schöne Strukturen schafft, zartem Seidenpapier und Butterpapier, das den Dingen Festigkeit gibt. Für die Haltung war gut biegsamer Schweißdraht zuständig, auch ausgediente Schirmgestelle wurden wiederverwertet. Großzügig zeigten sich die SchülerInnen bei Fragen der Form. Herzförmige Ungeheuer auf zarten Beinen waren erlaubt, auch fransige Rieseneier oder extravagante Zylinder. Bei den Farben hingegen blieben sie rigoros. Denn nur warme Töne garantieren auch warmes Licht und nehmen sogar den Energiesparlampen, die aus Sicherheitsgründen als Leuchtkörper eingeschraubt wurden, die unerwünschte Coolness.

„Good Light“ hat mittlerweile auch bei Geschäftsleuten Gefallen gefunden, die die Lichtobjekte in ihren Auslagen präsentieren.