2009/10

Hydraulische Krankonsole

HTBLuVA Mödling

Hydraulische Krankonsole

Ein Kran! Für viele Kinder das Geschenk erster Wahl. Diesmal war es der Vater, von Berufs wegen an Beladesystemen interessiert, der sich an den Sohn wandte und ihn beauftragte, einen speziellen Ladekran zu entwerfen.​​​

Gemeinsam mit seinem Mitschüler Christian Pichler nahm Josef Dunst jr. den Auftrag für das Maturaprojekt an der HTBLuVA Mödling an.

So begann die Geschichte einer Krankonsole, die mehr kann als herkömmliche Beladevorrichtungen und dabei Zeit und Kraft spart. Acht Monate und fünf Entwürfe liegen zwischen Projektstart und –schlussbericht, der die Entwicklungsgeschichte des universell einsetzbaren Koppelsystems Schritt für Schritt nachzeichnet.

Die erste Variante wurde verworfen, weil das mechanische Hebelsystem zu kompliziert, aufwändig und teuer war. Beim zweiten Modell war der Hydraulikzylinder im Weg. Beim dritten zu unsicher und der Koppelvorgang ungeeignet, und auch der vierte Entwurf hatte Schwächen beim An- und Abkoppeln.

Dass die beiden Techniker während der monatelangen Arbeit den Mut nicht verloren haben, ist den beiden selbst und ihren Betreuern zuzuschreiben. Sowohl Günther Hörlesberger als auch Auftraggeber Josef Dunst senior begleiteten das Projekt mit Interesse und Knowhow, so dass Fehlkonstruktionen rechtzeitig entdeckt und im Team verbessert werden konnten.

Der Prototyp, der zurzeit gebaut wird, folgt den Skizzen von Version fünf, die alle Anforderungen erfüllt. Die neu entwickelte hydraulische Konsole besteht aus einer Adapterplatte, die mit dem Rahmen des LKWs am Heck über zusätzliche Versteifungen verschweißt wird, und der Krankonsole mit Front- und Heckteil. In puncto Sicherheit überzeugt die Konstruktion mit Ventilen und einer zusätzlichen Klappe, die ungewolltes Lösen der Koppelung garantiert. Für Kompatibilität sorgen viele kleine Extras, die je nach Wunsch der KundInnen individuelle Lösungen ermöglichen. Von neu entwickelten Leuchtenhalterungen bis zu Bohrungen im Heckteil, die vier verschiedene Auszugstufen erlauben. An- und Abkopplungsmanöver überzeugten Auftraggeber und die Wettbewerbsjury gleichermaßen und brachten das Duo ins Finale des österreichischen Innovationswettbewerbs.