2010/11

Illumination Control

HTL Villach

Illumination Control

Kein Kronleuchter, keine Punktstrahler an Decke und Wand. Weit und breit keine Lampen. Und doch ist der Raum hell erleuchtet! Die Szene ist Realität, weil zwei hellen Köpfen ein außergewöhnliches Projekt gelungen ist.​​​

Kein Kronleuchter, keine Punktstrahler an Decke und Wand. Weit und breit keine Lampen. Und doch ist der Raum hell erleuchtet! Die Szene ist Realität, weil zwei hellen Köpfen ein außergewöhnliches Projekt gelungen ist.

Seit der Erfindung der Glühbirne hat die Beleuchtungstechnik - von verschiedenen Lichtquellen und ihrer Energieeffizienz abgesehen - keine großen Veränderungen erlebt. Höchste Zeit für die Weiterentwicklung, meinten Schüler der HTL Villach und ihr Kooperationspartner von Illuminavero, einem auf LED-Forschung und Optik spezialisierten Unternehmen. Gesucht war die Steuerung für ein indirektes und dezentralisiertes Lichtsystem, das auf LED-Technologie basiert und zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten bietet. Daniel Kales und Jan Kowalczyk, die schon einige Projekte in Teamarbeit umgesetzt hatten, nahmen die Herausforderung an.

Die Lösung ist den Technikern tatsächlich geglückt: Eine installationsfreie, zentrale Lichtquelle, die mit neuartigen und energieeffizienten LED-Lampen ausgestattet ist, wirft das Licht in die Ecken des Raumes. Dort befinden sich steuerbare, reflektierende Lichtsegel, die das Licht auffangen und im Raum verteilen. Nicht nur die Lichtsegel, sondern auch Farbe, Wärme, Intensität, Ausrichtung und Streuung des Lichts sind variabel. Das intelligente System berücksichtigt auf Wunsch unterschiedliche Lichtverhältnisse, reagiert auf Tag, Dämmerung und Nacht und ist auch für Urlaubszeiten gerüstet: Wechselnde Lichtmuster sorgen dafür, dass potentielle Einbrecher getäuscht und abgehalten werden. Die Steuerung reagiert per Smartphone, über eine Softwarelösung am PC und über die Fernbedienung.

Geringe Kosten, geringer Aufwand. Das ist es, was die Lösung der Kärntner auszeichnet. Und: Da die Konfigurationen zentral gespeichert werden, ist es möglich, sämtliche Geräte im Haus einheitlich zu programmieren.

Die Schüler bewiesen ihre Qualitäten nicht nur in technischen Belangen, auch im Projektmanagement konnten sie punkten. Ziele und Ressourcen wurden klar definiert, sie planten den Prototyp und erreichten die Umsetzung. Wichtige Unterstützung für ihr spannendes Vorhaben fanden sie bei ihrem Kooperationspartner und den Projektbetreuern Herwig Mairer und Martin Leifhelm. So erstaunt wenig, dass dieses Projekt bei Jugend Innovativ und bei innovation@school in der Endrunde gelandet ist.