2009/10

Life Message - Hilfe per SMS

HTBLA Leonding

Life Message - Hilfe per SMS

Ein unglücklicher Sturz, ein Sportunfall, ein Herzinfarkt enden tragisch, wenn die Verunglückten allein sind und die Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft. Viele ältere, alleinstehende Menschen leben daher in der Angst, im Unglücksfall unentdeckt zu bleiben, wie die Recherche eines Teams der HTBLA Leonding ergab. So entstand die Idee eines mobilen Überwachsungs- und Alarmsystems.​​​

Ein unglücklicher Sturz, ein Sportunfall, ein Herzinfarkt enden tragisch, wenn die Verunglückten allein sind und die Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft. Viele ältere, alleinstehende Menschen leben daher in der Angst, im Unglücksfall unentdeckt zu bleiben, wie die Recherche eines Teams der HTBLA Leonding ergab. So entstand die Idee eines mobilen Überwachsungs- und Alarmsystems, das in lebensgefährliche Situationen reagiert und Hilfe organisiert. Bei der Wahl der Sensoren entschieden sich die SchülerInnen dabei für die kleinen Alleskönner, die in keinem Haushalt mehr fehlen: Handys.

Zuvor galt es die Anforderungen näher zu definieren. Ein Blick auf den StairMaster, ein von renommierten Forschungseinrichtungen entwickeltes Alarmgerät, lieferte zwar wichtige Details zur Bewegungsüberwachung und den Algorithmus zur Sturzerkennung, zugleich zeigten sich auch die Schwächen einer Bluetooth-Verbindung: „Nicht zuverlässig genug“, befanden die Projektteilnehmer Erhard Einsiedler, Florian Wörister, Sebastian Meszaros und Markus Riegler und untersuchten ein weiteres Modell, das „Hilfe auf Knopfdruck“ verspricht. Tatsächlich reicht im Notfall ein Druck auf den Armbandknopf, um den Samariterbund ins Haus zu holen. Wer so unglücklich stürzt, dass der Knopfdruck nicht mehr gelingt, bleibt allerdings weiterhin unversorgt.​

Im nächsten Schritt entstanden zwei Pläne, die während der zweijährigen Arbeit wertvolle Dienste als Orientierungshilfen leisteten und sowohl alle für das Projekt notwendigen Komponenten als auch Aufgaben auflisteten.​

Das Ergebnis, das mit Unterstützung von Betreuer Thomas Stütz entwickelt wurde, heißt LifeMessager und funktioniert tatsächlich mit einem eigens konfigurierten Handy. Beschleunigungssensoren im System erkennen den Sturz, per SMS oder Signale werden Kontaktpersonen alarmiert. Denkbar sind nach Ansicht des Teams auch SMS an Rettungsdienste, Sprachanrufe, Bluetooth-Integration oder Mailalarm.​

Wie weit sich das Einsatzgebiet von LifeMessager ausdehnen könnte zeigen erste Gespräche mit Austro Control, die das Gerät im Frühjahr 2010 am Flughafen Linz testen und mit BehindertenbetreuerInnen der Caritasschule: Die Innovation empfiehlt sich auch EpileptikerInnen und RollstuhlfahrerInnen.