2010/11

PEARL - Perlen für den Durst.

HTBLuVA St. Pölten

PEARL - Perlen für den Durst.

„Pearl“, eine variable Trinkflasche, die in jede Schultasche passt.​​​

„Was könnte dir den Schulalltag erleichtern?“ wollte Christian Bezdeka von seinen Schülerinnen und Schülern in der HTBLuVA St. Pölten wissen. Eine Einladung im Rahmen des Gegenstands „Industrial Design“, die zu einem fächerübergreifenden Experiment motivieren und durch alle Phasen des Produktdesigns - von der Idee zur Umsetzung - führen sollte. Gesucht war ein persönlicher Favorit, ein Ding, das alle Stückerln spielt und vorhandenes optimiert. Gute Frage, waren sich die Jugendlichen einig: „Endlich ein spannendes Projekt!“ Die Begeisterung hielt zwei Semester lang an und brachte ein Team aus St. Pölten schließlich ins Finale des Innovationswettbewerbs.

Am Start war jede und jeder vorerst auf sich gestellt. Da hieß es Spintisieren und Einzelrecherche. Erst im zweiten Schritt sortierten die jungen Designer und Designerinnen ihre Ideen mit Kreativtechniken und wählten die spannendsten Vorschläge zur Umsetzung aus. Wer bei den anderen mit seiner Idee punkten konnte, erhielt später auch die Projektleitung. Wie bei „Pearl“, einer variablen Trinkflasche, die in jede Schultasche passt. Die Idee kam von Sandra Rumpold, Entwurf und Prototypenentwicklung entstand im Teamwork mit Patrick Nekula und Alexander Thomaso.

Handlich, bruchsicher und durch spezielle Lamellen auch für die Knautschzonen im Rucksack geeignet, fasst das runde PET- Gefäß einen Viertelliter Milch. Und einen Smoothie für die Mittagspause. Und eine Erfrischung für das anschließende Fußballtraining. Denn die Getränkekugeln lassen sich wie eine Perlenkette aneinanderreihen. „Variatio delectat“ wusste schon Cicero. Abwechslung bringt’s.

Der Clou sind zwei Öffnungen an der Ober-und Unterseite, Anschlussstellen, an die weitere Kugelflaschen mit je 250 ml angedockt werden können. Mit einem Riemen verlängert, lässig um die Schulter geschwungen überzeugt Pearl auch als modisches Accessoire.
Falten, Stapeln, Knicken. Die Materialeigenschaften der PET-Flasche sind den Strapazen in der Schultasche gewachsen. Die Form eignet sich für die gängigen

Herstellungsmethoden und das Modell des 3D-Druckers bewies die Funktionstüchtigkeit des Gewindes. Am Steckmechanismus wird noch gefeilt.
Das Experiment, so der einhellige Tenor, ist geglückt. Und das Trio verbucht neben dem raffinierten Design auf der Habenseite wertvolle Erfahrung in der Projektarbeit, verbesserte Diskussionsfähigkeit und stärkeres Selbstbewusstsein.