2006/07

Pflanzengrün einmal anders: Seriell u. individuell

HLA f. künstlerische Gestaltung - Wien

Pflanzengrün einmal anders: Seriell u. individuell

Seriell und trotzdem individuell — so lautet die Devise des siebenköpfigen Schülerinnenteams der HLA für künstlerische Gestaltung (Keramik), die mit ihrem Designprojekt diese scheinbaren Gegensätze zu überwinden versuchten, was ihnen auch erfolgreich gelang. Im Zentrum ihrer Überlegungen stand der Wunsch nach einer unkonventionellen Lösung für Pflanzengefäße.​​​

Seriell und trotzdem individuell — so lautet die Devise des siebenköpfigen Schülerinnenteams der HLA für künstlerische Gestaltung (Keramik), die mit ihrem Designprojekt diese scheinbaren Gegensätze zu überwinden versuchten, was ihnen auch erfolgreich gelang. Im Zentrum ihrer Überlegungen stand der Wunsch nach einer unkonventionellen Lösung für Pflanzengefäße.

Diese sind ja allzu oft Behältnisse, die ausschließlich den Zweck des Aufbewahrens erfüllen. Wie sich aber Funktion und ansprechendes Design vereinbaren lassen, zeigen die sieben einfallsreichen Modellentwürfe der Maturantinnen.

Fast alle der kreierten Pflanzenmodule sind an die Minimal-Art angelehnt, eine Kunstrichtung, die nach Objektivität, Klarheit und Einfachheit strebt. Typisch sind geometrische Strukturen, was eine übersichtliche Anordnung im Raum bewirkt. Pflanzen an sich eignen sich gut als Raumteiler, in Kombination mit den Design-Objekten der Schülerinnen werden sie jedoch zu eigenständigen, individuellen Gestaltungselementen sowohl für Wohn- und Büroräume als auch für den Außenbereich.

Jede Schülerin hat sich einem eigenen Objekt gewidmet. Entstanden sind sieben von einander unabhängige Entwürfe für pflanzentaugliche Schalen und Behälter, die sich alle durch eine klare Formensprache auszeichnen. Die einzelnen Objekte der von einander unabhängigen Designreihen der Schülerinnen lassen sich je nach Form unterschiedlich anordnen — also stapeln, reihen, trennen. Alles ist möglich, je nach individueller Vorliebe.

Doch bevor es an die pflanzliche Inszenierung im konkreten Raum ging, gab es noch einen wichtigen Zwischenschritt — nämlich den der Herstellung. Die selbst angefertigten Gipsmodelle wurden in der schuleigenen Werkstatt mit Steingutmasse gegossen oder auch mit einer plastischen Steinzeugmasse angefertigt und nach dem Brennvorgang noch mit einer Glasur versehen.

Das ambitionierte Designprojekt führt einmal mehr vor Augen, wie sehr unsere alltäglichen industriell gefertigten Gebrauchsgegenstände eine gute Portion Kreativität und Design nötig haben.