2007/08

Seifenmanufaktur Sitzenberg

HLFS Sitzenberg

Seifenmanufaktur Sitzenberg

Mit dem Projekt Seifenmanufaktur Sitzenberg gelang der HLFS Sitzenberg die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Sie entwickelten einen vollständigen Businessplan zur Seifenherstellung und Vermarktung von A-Z.​​​

Mit dem Projekt Seifenmanufaktur gelang der HLFS Sitzenberg die perfekte Verknüpfung von Theorie und Praxis. Begonnen hat alles im Chemieunterricht, wo im Schullabor das Thema Verseifung an der Reihe war. Unter Verseifung versteht der Chemiker die Spaltung von Fetten in Glycerin und Fettsäuren bzw. in dessen Salze. Mengt man nun noch Lauge oder Soda dazu, erhält man am Ende dieser chemischen Reaktionskette Seife. Das Kapitel Verseifung wäre für die meisten Schüler/innen an dieser Stelle beendet, doch nicht so für den 3. Jahrgang der HLFS Sitzenberg.

Verknüpft wurde im Rahmen der Seifenmanufaktur nicht nur Theorie und Praxis in Sachen Chemie, sondern die Seifenproduktion wurde gleich zum Thema mehrerer Unterrichtsfächer und so zu einem vorbildlichen Beispiel fächerübergreifenden Unterrichts. Während im Chemielabor die Schülerinnen an der Herstellung innovativer Seifen tüftelten, erarbeiteten sie im Fach Marketing Produktmanagement einen Businessplan einschließlich eines detaillierten Marketingkonzeptes für die Vermarktung ihrer Seifenkreationen. Weil die Schüler/innen besonderen Wert auf die regionale Herkunft der verwendeten Rohstoffe legten, führten sie Versuche mit heimischen Produkten wie Sonnenblumen- oder Rapsöl durch. Zusätzlich experimentierte das Projektteam mit Speiseöl aus der Schulküche, das so eine weitere Verwendung fand und dem Recycling-Gedanken Rechnung trug. Auf künstliche Farb- und Aromastoffe konnte getrost verzichtet werden, da das Team auf Naturstoffe wie Lavendelblüten, Ringelblumen oder Kaffee setzte.

Im Mittelpunkt der Marketingstrategie standen die Bedürfnisse der potenziellen Seifenkäufer. Da die Kenntnis der Zielgruppe das Um und Auf für ein erfolgreiches Produkt ist, entwickelten die Schüler/innen zuerst Produktproben und führten Befragungen durch. Schließlich konnte die Produktentwicklung genau auf die Vorlieben und Wünsche der Käufer abgestimmt werden, wie auch Verpackung, Warenpräsentation und natürlich der Preis. Die Preisfindung ist erfahrungsgemäß eine heikle Sache. Doch auch bei der Kalkulation der Kosten und dessen Finanzierung stellten die Schülerinnen einmal mehr ihr unternehmerisches Talent unter Beweis. Wer jetzt Lust bekommen hat, eine dieser schmucken Seifen zu erstehen, der hatte (und hat) Gelegenheit diese am Tag der offenen Tür, beim Schlossadvent und am Gesundheitstag zu kaufen.