2009/10

Stromauge – Durchblick beim Stromsparen

HTBLA Weiz

Stromauge – Durchblick beim Stromsparen

Niedrige Stromrechung, zufriedene StromkundInnen. Die Formel liest sich relativ einfach, schwieriger hingegen ist es, das Einmaleins des Stromsparens verständlich und nachvollziehbar zu kommunizieren.​​​

Auch die steirischen Feistritzwerke-Steweag suchten nach einer Lösung, die ihren KundInnen kontinuierlich Überblick über Energieverbrauch und Einsparungspotenzial verschafft, und luden SchülerInnen der HTBLA Weiz zur Kooperation ein.

Zehn Herren und ein Dame der Weizer Schule, die bereits in der Vergangenheit für umweltfreundliche Entwürfe ausgezeichnet wurde, ließen sich auf das Experiment zwischen Schule und Wirtschaft ein und entwickelten eine mobile Online-Stromanzeige, die mittlerweile auf der Website des Energieversorgers beworben wird.

Das Basiswissen aus dem Unterricht wurde bei einem Lokalaugenschein in den Feistritzwerken um praktische Erfahrungen erweitert. Begleitet von Betreuer Klaus Gruber und einem Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens sammelte das elfköpfige Team technische Details und KundInnenwünsche, die das Anforderungsprofil der neuen Apparatur bestimmen sollten. Auf Basis der dabei gewonnen Informationen entwickelten sie einen Projektplan und teilten die Arbeit auf drei Teams. „Eine gute Erfahrung für uns“, erinnert sich einer der TeilnehmerInnen aus insgesamt drei Klassen, zwei Schulzweigen und zwei verschiedenen Jahrgängen. „Einerseits konnten wir uns auf Aufgaben spezialisieren, zum anderen entstanden dadurch mehrere Vorschläge, aus denen jeweils der Beste gewählt wurde.“

Nach Monaten, in denen Entwürfe und Teamsitzungen, Fragen der Konstruktion und der Programmierung, Schule und Freizeit der SteirerInnen bestimmten, wurden mehrere Prototypen präsentiert: „Stromauge“ mal drei. Im Design unterschiedlich, sind sich die Varianten in ihrer technischen Ausführung ähnlich. Alle drei geben in übersichtliche Anzeigen Auskunft über Tages-, Monats- und Jahresstromverbrauch, zeigen den Energiekonsum im Vergleich zum Vorjahr und die zu erwartenden Kosten an: Energiesparen erhält grünes Licht, rotes Licht warnt vor höherem Verbrauch und weist auf mögliche Energiesparmaßnahmen hin.