2009/10

Universal Robot Control – Bilder von der Bodenkontrolle

HTL Braunau

Universal Robot Control – Bilder von der Bodenkontrolle

Dieses Spezialgerät hätte Mr. Q bestimmt gefallen. Klein, wendig, mit Licht- und Tastsensoren sowie einem Kameraauge ausgestattet, das bodennahe Bilder samt Geräuschkulisse in tadelloser Qualität einfängt.​​​

Das innovative Moment am Projekt von Andreas Grimmer und Gerold Lechner ist allerdings nicht der Roboter allein, sondern die Entwicklung einer Plattform für eine universelle Steuerung. Diese verspricht nicht mehr und nicht weniger, als dass die kleine Apparatur von jedem Punkt der Erde aus zu lenken ist. Per Handy oder PDA, den kleinen handlichen Computern.

Die Idee kam den Schülern schon vor dem Abschlussjahr, als das Programmieren von Robotern am Stundenplan stand. Bald darauf beschlossen die jungen Informatiker, dass ihr Projekt ein Querschnittsthema zwischen Hard- und Software werden sollte.

Hard- und Softwaretechnologien standen folglich am Beginn der Recherche. Mit Unterstützung von Betreuer Gerhard Waser prüften Grimmer und Lechner Funktionen und Programmierung des Roboters, WLAN-Modul und Kamera sowie Kommunikationsmöglichkeiten und Stromversorgung. Danach verbrachten die beiden einige Monate mit dem Studium der Technologien, die zur Umsetzung notwendig waren.

Dabei waren die Interessen- und Aufgabenschwerpunkte klar verteilt: Andreas Grimmer beschäftigte sich mit Details von Roboter, WLAN-Modul, PDA- und Handy-Client, Gerold Lechner übernahm die Verantwortung für Kamera, Webservices und Silverlight-Website.

Für den Prototyp fiel die Wahl auf einen kleinen, preiswerten, mobilen Roboter, der mit einem WLAN-Modul ausgestattet ist und per Internet mit dem Server verbunden wird. Nach der Anmeldung am Server kann der Roboter mittels Browser konfiguriert und per Handy oder PDA gesteuert werden. Er kann beschleunigen, Hindernissen ausweichen, sie überwinden – sofern sie nicht zu groß sind - und von der WLAN-Kamera eingefangene Videos aktuell übermitteln. Dass dabei nicht nur ein Gerät, sondern beliebig viele Roboter mit unterschiedlichen Konfigurationen gleichzeitig gesteuert werden können, ist eine weitere Innovation des Projekts. Auch der Einsatz von Webservices und Cloud Computing, die von großen Datencentern gewartet werden, tragen neuen Trends in der Softwareentwicklung Rechnung.